Ergebnisse 2014 für Bohnen und Erbsen

07.01.2015

© Sabine Rübensaat

Futtererbsen nahmen im Vorjahr beim Anbau leicht ab.

Die Körnerleguminosenfläche blieb 2014 mit knapp 8 400 ha auf dem Vorjahresniveau. Bei Ackerbohnen gab es eine leichte Zu-, bei Futtererbsen eine geringfügige Abnahme des Anbauumfangs.

Die Aussaat begann bereits Ende Februar und war oft schon Mitte März abgeschlossen. Die guten Wachstumsbedingungen zeigten sich in einer überdurchschnittlichen Pflanzenlänge. Das hohe Niederschlagsaufkommen im Juli sicherte eine gute Wasserversorgung zur Kornfüllung der Ackerbohnen, und auch Futtererbsen konnten noch davon profitieren. Allerdings belastete es die Standfestigkeit der Futtererbsen stark. Die Beerntbarkeit war jedoch aufgrund der recht üppigen Bestände zumeist gewährleistet.

Gute Praxiserträge

Die Praxiserträge erreichten bei Futtererbsen und Ackerbohnen ein überdurchschnittliches Niveau, das zirka 20 % über dem sechsjährigen Mittel lag. Ähnlich gute Leistungen waren in den Thüringer Landessortenversuchen (LSV) mit Durchschnittserträgen von 51,9 dt/ha bei Ackerbohnen und 52,7 dt/ha bei Futtererbsen zu verzeichnen.

Die Ergebnisse der LSV geben Hinweise auf das regionale Leistungsvermögen und die Ertragsstabilität der einzelnen Sorten. Ferner finden in der Sortenwahl Rohproteingehalt (RP) und ertragssichernde Eigenschaften, z.B. Standfestigkeit und Beerntbarkeit von Futtererbsen, besondere Berücksichtigung.

Ackerbohnen: Espresso, Fuego und die jüngere Sorte Fanfare überzeugten auf Löß- (Lö) und Verwitterungsböden (V) mit mittleren bis hohen Korn- und Eiweißerträgen. Sie bestätigten damit die guten Leistungen der Vorjahre. Espresso und Fuego verfügen über einen geringeren RP-Gehalt, der von Fanfare ist knapp mittel. Isabell zeichnet sich durch einen höheren RP-Gehalt aus. Sie kam 2014 auf knapp mittlere Korn- und Eiweißerträge auf Lö und überdurchschnittliche auf V. Mehrjährig sind die Kornerträge jedoch etwas schwächer als bei den zuvor genannten Sorten. Taifun ist eine tanninarme Sorte mit mittlerem RP-Gehalt, deren Korn- und Eiweißerträge meist etwas geringer sind. Im Jahr 2014 befanden sich die Leistungen insgesamt auf dem Niveau von Isabell. Pyramid erreichte auf Lö knapp mittlere Kornerträge, während sie auf V schwächer waren. Wegen des geringeren RP-Gehalte blieben die Eiweißerträge deutlich unter dem Durchschnitt. Die geprüften Sorten besitzen ausnahmslos eine gute Standfestigkeit.

Futtererbsen: Alvesta und Navarro standen mehrjährig in Korn- und Eiweißerträgen an der Spitze des Prüfsortimentes und zählten auch 2014 zu den leistungsstärksten Sorten. Alvesta ist die stabilere, Navarro die Sorte mit höherem RP-Gehalt. Respect erzielte insgesamt mittlere Korn- und Eiweißerträge und lag damit im Bereich der Vorjahre. Rocket war 2014 auf V etwas ertragsstärker. Langjährig erzielte sie jedoch auf Lö die etwas stabileren Kornerträge.

Neue Sorten

Der RP-Gehalt der kleinkörnigen Sorte ist sehr niedrig. Abarth brachte unterdurchschnittliche Korn- und Eiweißerträge. Unter den neuen Sorten stach Astronaute mit hohen Korn- und Eiweißerträgen heraus. Die weiteren Eigenschaften sind recht ausgewogen. Mythic erreichte mittlere bis hohe Korn- und sehr hohe Eiweißerträge bei höherem RP-Gehalt und geringerer TKM. Volt zeigte sich auf V leistungsstark, auf Lö lagen die Korn- und Eiweißerträge im mittleren Bereich. Die beste Standfestigkeit und Beerntbarkeit besitzt Respect. Navarro und Abarth sind hierin etwas schwächer zu bewerten.

Detaillierte Infos, auch zu Blauen Lupinen, unter www.tll.de/ainfo.


Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft

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