Erdkabeltrasse SuedLink

17.05.2017

© Quelle TMIL

Die Karte zeigt mit den grünen Strichlinien die Luftlinie, an der sich die Planung für den SuedLink und den SuedostLink eigentlich orientieren sollte. Dunkelblau sind die gegenwärtigen Vorschläge der Netzbetreiber markiert, hellblau die, wie es im Agrarministerium heißt, durchgehenden Trassenvarianten bzw. ernsthaft in Betracht kommende Alternativen.

Bei der ersten Antragskonferenz zum Erdkabelvorhaben SuedLink brachte die Landregierung in Ilmenau einen alternativen Trassenverlauf ein. Die vorliegenden Planungen der Bundesnetzagentur widersprächen dem von der Bundesregierung selbst eingeführten Gebot der Geradlinigkeit, teilte das Agrarministerium mit.    Als für Infrastrukturfragen zuständige Ministerin erklärte Birgit Keller: „Das Gebot der Gradlinigkeit bedeutet eine Orientierung an den Luftlinien zwischen den Anfangspunkten. Demnach dürfte das Erdkabel gar nicht durch Thüringen verlaufen.“ Thüringen bringt daher ein zusätzliches Erdkabelkorridornetz in das Verfahren ein, das sich im Gegensatz zu den bisherigen Vorschlägen der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW tatsächlich an der Luftlinie nach Großgartach orientiert. „Damit wird eine übermäßige Fokussierung auf Thüringen vermieden“, so Keller.


Bei der Antragskonferenz in Ilmenau wurde auf Einladung der Bundesnetzagentur unter anderem erörtert, inwieweit die beantragten Trassenkorridore und die infrage kommenden Alternativen mit dem Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2025 und den Regionalplänen der Regionalen Planungsgemeinschaften übereinstimmen. In Ilmenau drehte es sich speziell um den Abschnitt zwischen Gerstungen und Grafenrheinfeld. Weitere Antragskonferenzen folgen in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Die Antragkonferenz für den Nordthüringer Abschnitt findet am 30. Mai in Gotha statt. Im Ergebnis der Antragskonferenzen legt die Bundesnetzagentur den Untersuchungsraum und den Untersuchungsrahmen für die Bundesfachplanung und damit für die raumordnerische Beurteilung und für die strategische Umweltprüfung der möglichen Trassenkorridore fest.


Das Agrarministerium kündigte an, dass Vertreter der Landesbehörden bei den Antragskonferenzen in Thüringen Sorge tragen wollten, dass die Interessen Thüringens Eingang in das förmliche Verfahren fänden. Am Dienstag  dieser Woche wollte die Landesregierung ihre Stellungnahme zum SuedLink im Kabinett beschließen und diese der Bundesnetzagentur zuleiten und veröffentlichen.

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