Erbsenfläche mehr als verdoppelt

04.05.2015

© Sabine Rübensaat

Der enorme Flächenzuwachs bei Futtererbsen wird sich deutschlandweit auf die Marktpreise auswirken.

Erfurt. Auf 12.600 ha bauen Thüringer Landwirte in dieser Saison Futtererbsen an. Das ist ein Flächenzuwachs von 7.000 ha (+126 %). Auch bei Ackerbohnen verdoppelte sich die Fläche von 2.600 ha im Vorjahr auf nunmehr 4.900 ha. Der enorme Zuwachs bei den großkörnigen Leguminosen ist Folge der EU-Agrarreform, bei der Ackerbauern verpflichtet werden, auf fünf Prozent ihrer Fläche „ökologische Vorrangflächen“ (Greening) auszuweisen. Die Anlage von Blühstreifen, die Stilllegung oder eben der Anbau von Leguminosen, um Beispiele zu nennen, sind anerkannte Greening-Maßnahmen. Mit 16.700 ha bleibt der Luzerneanbau in Thüringen auf dem Niveau des Vorjahres.

 

Die Sommergerstenfläche im traditionellen Braugerstenland haben die Thüringer Landwirte nach einer enormen Reduzierung im Jahr 2014 wieder leicht erhöht (+ 2.100 ha). Dennoch zählen die 29.900 ha, die die Agrarstatistiker des Landes ermittelt haben, mit zum geringsten Anbauniveau der letzten Jahrzehnte. Beim Silomais planen die Thüringer den Anbauumfang des Vorjahres zu halten (59.000 ha). Einen Rückgang um 300 ha verzeichnet der ohnehin geringe Kartoffelanbau, der jetzt noch 1.700 ha umfassen soll. Die Rekordernte 2014 bei den Zuckerrüben und das schwierige Marktumfeld aufgrund der Zuckerquoten drückten die Anbaufläche von 8.600 ha auf lediglich noch 7.100 ha in dieser Saison. 

 

Während Winterweizen stabil auf über 222.000 ha wächst, reduzierten die Betriebe die Rapsfläche deutlich: Von 123.500 ha auf 112.200 ha.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr