EEG-Entwurf ändern!

14.04.2016

© Frank Hartmann

Thüringens Umweltministerin Siegesmund sucht den Schulterschluss mit den Biogaserzeugern im Land.

Thüringens Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund fordert die Bundestagsabgeordneten des Freistaates dazu auf, sich für  Änderungen am aktuellen Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einzusetzen. „Mit der Bioenergie steht ein effizienter und flexibler Energieträger für die klimafreundliche Versorgung mit Strom und Wärme zur Verfügung, dessen Bestand mit der jetzigen Fassung des EEG 2016 gefährdet ist“, heißt es in einem Schreiben der Grünen-Ministerin an die Thüringer MdB aller Fraktionen. Ziel müsse es sein, die wirtschaftliche Zukunft der in Thüringen stark ausgeprägten Biomassenutzung zu sichern. Die über 300 Biomasseanlagen im Freistaat stellten insbesondere für die heimischen Landwirtschaftsbetriebe eine wichtige und stabile Wertschöpfungsquelle dar.

 

Gemeinsam mit Bayern und Rheinland-Pfalz forderte Thüringen im Bundesrat u.a. eine Lösung für die Bestandsanlagen im EEG 2016. Die drei Bundesländer befürchten, dass bestehende Biomasseanlagen ohne eine entsprechende Neuregelung bereits vor dem Ende des aktuellen Vergütungsmodells im Jahr 2020 stillgelegt werden müssten, weil notwendige Modernisierungs-, Flexibilisierungs- und Bestandserhaltungsinvestitionen ausblieben.

 

Mit einem Anteil von rund 40 Prozent besitzt die Bioenergie in Thüringen den größten Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die überwiegende Anzahl der in Thüringen betriebenen Biomasseanlagen befindet sich im Eigentum von einheimischen Landwirtschaftsbetrieben. Wichtigster Einsatzstoff in den Anlagen mit einem Anteil von über 60 Prozent ist die Gülle. Thüringen habe somit kein sogenanntes Vermaisungsproblem, so die Umweltministerin.

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