Dürrehilfe: Bis 2. November Anträge stellen

10.10.2018

© Sabine Rübensaat

Erfurt. Dürregeschädigte Landwirte können seit dem 9. Oktober Anträge auf finanzielle Hilfen für besonders von der Dürre betroffene landwirtschaftliche Betriebe stellen. Auf vier regionalen Veranstaltungen (Burghof Kyffhäuser; LVG Erfurt; Fachschule Stadtroda; IHK Suhl) boten zu Beginn der Woche das Ministerium und die Thüringer Aufbaubank (TAB) Informationen zu den Förder­voraussetzungen und zum Verfahren an. 

 

Agrarstaatssekretär Dr. Klaus Sühl erklärte, dass das Landwirtschaftsministerium damit den Beschluss der Landesregierung vom 11. September zur finanziellen Unterstützung der dürregeschädigten Landwirte zügig umsetze. Der Freistaat und der Bund stellen jeweils rund 6,6 Mio. € bereit.

 

Das Antragsverfahren läuft allerdings nur bis zum 2. November. Bis dahin müssten hilfebedürftige Landwirte unbedingt ihren vollständigen Antrag bei der Thüringer Aufbaubank abgeben. Sühl nannte den Zeitraum von vier Wochen für die Antragsteller sehr ambitioniert: „Allerdings besteht auch das anspruchsvolle Ziel, die Dürrehilfe noch zum Ende dieses Jahres auszuzahlen, da die Betriebe die Unterstützung dringend brauchen.“

 

Das Agrarministerium wird voraussichtlich im November eine entsprechende Richtlinie über die Gewährung einer Dürrehilfe für existenzgefährdete Unternehmen der Landwirtschaft erlassen, auf deren Basis dann die Bewilligungen der Finanzhilfe erfolgen. Die TAB wurde mit der Durchführung des Verwaltungsverfahrens der Dürrehilfe beauftragt. Unterlagen und Hinweise zum Hilfsprogramm finden sich auf der Homepage www.aufbaubank.de

 

Angesichts der strengen Kriterien ist bisher kaum abzuschätzen, wie viele der vermuteten 260 betroffenen Thüringer Betriebe ihre Existenz mit diesem Bund-Länder-Hilfsprogramm absichern können. Unabhängig davon kündigte Agrarministerin Birgit Keller auf den Grünen Tagen an, die Direktzahlungen in diesem Jahr noch vor Weihnachten auszahlen zu wollen. 

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