Dringender Handlungsbedarf

15.06.2015

© Frank Hartmann

Die schlechte EEG-Vergütung brachte den Biogasanlagenbau zum Erliegen.

Erfurt. Agrarministerin Birgit Keller hat die Bundesregierung aufgefordert, „unverzüglich“ die EEG-Regeln zu überarbeiten. Beim Ausbau der Biogaserzeugung herrsche in Thüringen ebenso wie in den anderen Bundesländern seit der EEG-Reform im Jahr 2014 Stillstand, kritisierte die Links-Politikerin. Der Bund verfehle so sein eigenes Ziel, die Energieerzeugung aus Biomasse um jährlich 100 MW zu erhöhen. Keller zufolge sei Biogas für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Laut einer Marktanalyse des Bundesagrarministeriums sei eine um 5 bis 8 Cent/kWh höhere Vergütung erforderlich, um die vorhandenen Biomassepotenziale ausreichend zu erschließen. Das entspräche in etwa dem Niveau des EEG 2012.

 

In Thüringen produzieren 260 landwirtschaftliche Biogasanlagen Strom und zum Teil Wärme aus Biomasse. Der Maisanteil an der gesamten Ackerfläche des Freistaates beträgt neun Prozent; von einer „Vermaisung“ kann nicht die Rede sein. Vielmehr stammen die Substrate für die hiesigen Biogasanlagen zu rund 70 % aus Gülle oder Stallmist.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr