Diskussion um Neugliederung der Landkreise

28.12.2016

© Grafik IHK

Kreisgrenzen, wie sie sich Kammern und Bundesagentur für Arbeit vorstellen.

Thüringens Wirtschaftskammern und die Bundesagentur für Arbeit haben einen alternativen Vorschlag zur beabsichtigten Neugliederung der Landkreise vorgelegt. Im Grundsatz stehen die Industrie- und Handwerkskammern einer Gebietsreform offen gegenüber. Der im Oktober veröffentlichte Entwurf des Innenministeriums weist ihrer Meinung nach aber Schwächen auf. So entspreche dieser nicht der gewachsenen Verflechtung der Siedlungs- und Verkehrsstruktur oder den Pendlerströmen. Kritisiert wird zudem, dass das Modell der Regierung die Struktur der derzeitigen Planungsregionen nur ungenügend abbilden würde.


Der Vorschlag der Kammern orientiert sich an den Vorgaben der Regierung (Fläche, Einwohnerzahl) und übernimmt auch weitgehend die im Oktober vom  Innenminister mit acht Kreisen und zwei kreisfreien Städten veröffentlichte Karte. Änderungen betreffen Sömmerda und das Weimarer Land, die nunmehr eine Kreisehe eingingen. Im Regierungsvorschlag bildet Sömmerda mit Nordhausen und dem Eichsfeld einen Nordkreis. Saalfeld-Rudolstadt würde nicht, wie von der  Regierung erwogen, mit dem Weimarer Land vereint, sondern mit seinen beiden östlichen Nachbarkreisen. Innenminister Holger Poppenhäger sicherte eine ernsthafte Prüfung des Vorschlags zu.


Kritik kam von der CDU, die eine Gebietsreform grundsätzlich ablehnt und, wie etliche Kreise auch, gegen das Vorhaben vor Gericht ziehen will. 

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