Demo für Pachtland

01.12.2014

© AbL

Mit geschätzen 80 000 ha Agrarland ist die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland größter regionaler Bodeneigentümer. Mit ihrer Demonstration wollte die AbL die Kirche an ihre Verantwortung erinnern.

Anlässlich der Herbstsynode der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) hat die Landesgruppe Thüringen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erneut für Änderungen bei der Pachtvergabe von Kirchenland demonstriert. Hartnäckig fordert die AbL seit mehreren Jahren, dass die EKM kleine und ökologisch wirtschaftende Betriebe im Katalog der kirchlichen Pachtregeln stärker berücksichtigt. Auch wenn die EKM Verständnis für diese Forderung zeigt, sprach sich der EKM-Sonderausschuss Klima-Umwelt-Landwirtschaft (KUL) zur Synode in Erfurt gegen die Bevorzugung einer Betriebsform aus.

Einen ersten Erfolg kann die AbL dennoch verbuchen. Bis zum Jahr 2016 will die EKM in einigen Punkten die Pachtvergaberegeln ändern. Dies zielt insbesondere darauf ab, den Vorwurf der Preistreiberei auf dem Bodenmarkt zu entschärfen. So soll das Punktesystem bei Ausschreibungen dahingehend geändert werden, dass bereits Pachtzinsgebote, die das Mindestgebot gering übersteigen, mit einem Punkt bewertet werden und nach oben eine Deckelung erfolgt. In ihrem Beschluss wies die Synode darauf hin, dass durch Änderungen die Transparenz und Offenheit der Verfahren erhalten bleiben müsse und der wirtschaftliche Nutzen für die Kirche keine Verschlechterung erfahren dürfe.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr