Bockkörung und Herdbuchaufnahme des Ziegenzuchtverbandes

29.08.2014

© Verband

Bei den Burenziegen ging der Ia-Preis der älteren Gruppe an die Zucht von Anja Loeper.

Am 16. August fand die 12. zentrale Prämierungsveranstaltung des Landesverbandes Thüringer Ziegenzüchter statt. Bewährter Veranstaltungsort ist seit einigen Jahren die Bulldogscheune in Wersdorf bei Apolda. In diesem Jahr nahmen 13 Herdbuchzüchter mit insgesamt 20 männlichen und 26 weiblichen Tieren der Rassen Thüringer Wald Ziege, Burenziege, Weiße Deutsche Edelziege und erstmals Anglo-Nubier-Ziege teil.

Zu Beginn der Veranstaltung erfolgte die Körung der Jungböcke aus den Geburtsjahrgängen 2013 und 2014. Unter den kritischen Blicken der Körkommission (Zuchtleiter Arno Rudolph,  Sebastian Apfel, Frank Stachelrodt), wurden die mindestens fünf Monate alten Tiere nach dem traditionellen Neun-Punktesystem bewertet. Jeder Bock erhielt eine Note für Rahmen und Form. Bei den Fleischziegenrassen, hier die Burenziegen und Anglo-Nubier-Ziegen, wurde zudem die Bemuskelung beurteilt. Für die Zuchtböcke der Milchziegenrassen ist analog die Milchleistung der Mutter das wichtige Leistungskriterium für den Einsatz in der Herdbuchzucht. Wolfram Siebert (TSK) führte zeitgleich eine Untersuchung auf Zuchttauglichkeit nach tiergesundheitlichen Aspekten durch.

Nach der Körung folgte die Herdbuchaufnahme der weiblichen Ziegen. Sie erhielten ebenfalls eine Note für Rahmen und Form. Für die Burenziegen gab es auch hier wieder eine Beurteilung der Bemuskelung. Bei den Milchziegen wurde als wichtigstes Zuchtmerkmal das Euter bewertet.

Von allen aufgetriebenen Tieren wurde das Lebendgewicht erfasst und bei den Thüringer Wald Ziegen und den Weißen Deutschen Edelziegen die Widerristhöhe gemessen. Leider fand das zukünftig angestrebte Verfahren der linearen Beschreibung bei Milchziegen noch keine Anwendung, da eine überregionale Schulung der Zuchtrichter noch aussteht.

Bei der anschließenden Prämierung fiel die Entscheidung oft nicht leicht, da die Beurteilungsklassen bei den Thüringer Wald Ziegen und bei den Burenziegen voll besetzt waren und alle aufgetriebenen Tiere eine sehr gute Qualität aufwiesen. Die zuständige Zuchtinspektorin der TLL, Regina Brückner, hat durch ihre Organisation und Dokumentationsarbeit wesentlich zum Gelingen und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beigetragen. Leider muss der Verband ab dem Jahr 2015 ohne diese Unterstützung auskommen. Es wird sehr schwer fallen, diese zuchtorganisatorischen Arbeiten auf das Ehrenamt zu verteilen.


Ergebnisse der Prämierung (Ia)

Böcke: Weiße Deutsche Edelziege, Stefanie Eberhard (Ziegenhof Eichelborn); Thüringer Wald Ziege, Ziegenhof Peter (Greußen); Burenziege, Marion Kämmerer (Niederoßla)
Ziegen: Anglo-Nubier-Ziege, Robert Taubert (Ziegelheim); Thüringer Wald Ziege, Ziegenhof Peter (Greußen), zzgl. beste Euterziege; Burenziege, Gerd Müller und Anja Loeper (Hardisleben), ältere Gruppe; Marion Kämmerer (Niederoßla), jüngere Gruppe, zzgl. Fleischsieger.

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