Bisher bestes Ergebnis

05.09.2016

© Frank Hartmann

Trotz eines „Verdünnungseffektes“ erreicht der Thüringer Qualitätsweizen 2016 im Mittel einen Rohproteingehalt von 13,4 %.

Mit einem Getreideertrag von 80,4 dt/ha im Landesmittel haben Thüringens Landwirte – anders als in den meisten Regionen Deutschlands – eine überdurchschnittliche und ihre bislang ertragsstärkste Ernte eingefahren. Das Ergebnis bewege sich 12 dt/ha über dem langjährigen Durchschnitt, so Agrarministerin Birgit Keller bei der heutigen Vorstellung der Zahlen in der Gustav Zitzmann Mühle in Ingersleben.

Beim Winterweizen, mit 221 000 ha wichtigste Kultur im Anbauspektrum, weist die Thüringer Erntestatistik 84,5 dt/ha aus. Auch beim Winterraps ist eine Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt zu verzeichnen. Die Ministerin wies auf der gemeinsam mit dem Thüringer Bauernverband (TBV) abgehaltenen Erntepressekonferenz darauf hin, dass die Mengen nicht die niedrigen Preise für Getreide  ausgleichen könnten: „Die Ernte wird trotz der guten Erträge nur ein durchschnittliches Betriebsergebnis bringen.“

TBV-Präsident Helmut Gumpert erinnerte an den zeitweise zähen Ernteverlauf und die regional unterschiedlichen Auswirkungen der Witterung. So könnten die Landwirte in Mittel- und Nordthüringen, anders etwa als ihre Kollegen im Osten des Freistaates, sehr gute Erträge bilanzieren. Gumpert appellierte an die Landes- und die Bundespolitik, Maßnahmen des chemischen Pflanzenschutzes aktiv zu verteidigen. Es sei eine Tatsache, dass Ernten wie die aktuelle ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in einem Desaster enden würden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr