BHV1-Fall in Thüringen

01.03.2016

In einem Rinder haltenden Betrieb im Saale-Orla-Kreis ist der Ausbruch der BHV1-Infektion amtlich festgestellt worden. Wie das zuständige Sozialministerium am späten Montagnachmittag informierte, konnte bei einem akut verendeten Rind durch die virologische Untersuchung im Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz das hoch ansteckende Rinder-Herpes-Virus nachgewiesen werden. Erste Untersuchungen ergaben, dass sich zahlreiche weitere Rinder des Ostthüringer Betriebes infiziert haben.

 

Der betroffene Betrieb, der seit 2011 als „BHV1-frei“ galt, unterliege nun einer amtlichen Sperre. Mit dem BHV1-Virus infizierte Rinder würden geschlachtet. Zum Schutz vor weiteren Erkrankungen von Rindern und einer Verbreitung des Tierseuchenerregers ordnete die oberste Veterinärbehörde eine Notimpfung für alle Rinder des Betriebs an. Wie es zur Einschleppung in den Bestand kommen konnte, sei noch ungeklärt.

 

Laut Sozialministerium gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass es zu einer Verschleppung des Seuchenerregers in andere Betriebe in bzw. außerhalb Thüringens gekommen ist. Ende 2012 wurde der Herpesvirus letztmalig bei einem Rind im Freistaat nachgewiesen. Im Oktober 2014 war Thüringen von der EU-Kommission als eines der ersten Bundesländer als BHV1-freie Region anerkannt worden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr