BHV1-Ausbruch: Lösung wird gesucht

11.03.2016

Mit Hochdruck suchen die Thüringer Veterinärbehörden nach der Eintragsquelle des BHV1-Virus, das in einem Ostthüringer Betrieb festgestellt werden musste. Mit Stand vom Dienstag dieser Woche sind 1 200 Milchkühe, davon ein kleiner Teil Jungrinder, mit dem Tierseuchenerreger infiziert. Nur wenige der betroffenen Tiere hätten klinische Symptome gezeigt, informierte das zuständige Sozialministerium. Der gesamte Rinderbestand von rund 3 000 Tieren – darunter Mast- und Fleischrinder – die an verschiedenen Standorten gehalten werden, wurde notgeimpft. Davon verspricht man sich, die klinischen Symptome bei den infizierten Tieren zu unterdrücken und eine weitere Verbreitung im Betrieb durch Ausscheidungen zu reduzieren.


Weil der Jungrinderbestand „weitestgehend frei“ von einer Infektion sei, gehe man derzeit davon aus, dass der Erreger vor relativ kurzer Zeit eingeschleppt worden sein müsse. Den Angaben der Behörden zufolge, setzt das Herdenmanagement des Betriebes auf eigene Nachzuchten und ist nicht im Zuchttierhandel aktiv.


Am Dienstag dieser Woche wollten Fachleute der Veterinärbehörden des Landes und des Landkreises sowie der Tierseuchenkasse mit dem Betrieb über den Fortgang beraten. Fakt ist, dass infizierte Tiere, anders als erkrankte, nicht sofort geschlachtet werden müssen. In dem Wissen, dass hier das völlige Erliegen der MIchproduktion droht, sei man bemüht, eine wirtschaftlich verträgliche Lösung zu finden und gleichzeitig eine zügige Tilgung des BHV1-Virus voranzubringen, hieß es im Sozialministerium.


Das Unternehmen, das seit 2011 als „BHV1-frei“ galt, unterliegt einer amtlichen Sperre mit erhöhten Biosicherheitsmechanismen. Nach wie vor gibt es laut Sozialministerium keine Hinweise darauf, dass es zu einer Verschleppung des Seuchenerregers in andere Betriebe in bzw. außerhalb Thüringens gekommen ist. Man appelierte erneut an alle Rinder haltenden Betriebe im Land, die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ernst zu nehmen.

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