Bezahlte Arbeit für Schäfer

23.01.2018

© Sabine Rübensaat

Von der jüngsten Anerkennung des Naturschutzprojektes „Gipskarst Südharz – Artenvielfalt erhalten und erleben“ durch das Bundesamt für Naturschutz sollen vor allem Schäfer der Region profitieren. Knapp 4,5 Mio. € stehen dem Landschaftspflegeverband (LPV) Südharz/Kyffhäuser in den kommenden sechs Jahren zur Verfügung, um die Kulturlandschaft des Südharzer Zechsteingürtels auf Thüringer Gebiet zu pflegen. Dazu sollen die Flächen regelmäßig beweidet werden, um Gehölzaufwuchs zurückzudrängen, informierte das Umweltministerium. Bereits 2011 war das Gebiet als ein bundesweit bedeutender „Hotspot“ im Rahmen des Bundesprogrammes „Biologische Vielfalt“ eingestuft worden.


In den vergangenen zwei Jahren hatte der LPV das Pflegeprojekt erarbeitet, wobei es fachliche Unterstützung etwa von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Nordhausen oder dem Umweltministerium gab. Mit dem Schaf- und dem Ziegenzuchtverband pflege der LPV ohnehin eine enge Zusammenarbeit, so LPV-Geschäftsführerin Astrid Koschorreck. Der Bund steuert rund 75 %, das Land 16 %, die Thüringer Stiftung Naturschutz 2,4 % und der Landkreis Nordhausen über 7 % zum Projektetat bei. Ab April, wenn der Projektkoordinator eingestellt ist, soll die Arbeit beginnen, informierte Koschorreck.


Neben der landschaftspflegerischen Arbeit widmet sich das Projekt auch der Nachwuchssicherung für die regionalen Betriebe mit Schaf- und Ziegenhaltung. Wie in ganz Thüringen nahmen hier in der Vergangenheit die Zahlen der Schäfer und die der Herden dramatisch ab.

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