Bei Kormoranen einen Kompromiss gefunden

13.12.2016

Kormoran © de.wikipedia.com

Erfurt. Das Umweltministerium hat eine überarbeitete, kompromissfähige Kormoranverordnung vorgelegt. Diese soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Der „vorgelegte Kompromiss zeigt, dass die Hinweise aus dem Parlament im Rahmen der letzten Plenarsitzung und auch die zahlreichen Anregungen der Betroffenen bei der Landesregierung auf fruchtbaren Boden gefallen sind“, erklärte der Vorsitzende des Umweltausschusses des Landtags, Tilo Kummer.



Danach schreibt die „Thüringer Verordnung über Ausnahmen von den Verboten des § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes“ (Kormoranverordnung) zwar den Schutzstatus des Kormorans in diversen Schutzgebieten (Naturschutz, FFH usw.) fest. Allerdings, so der Verordnungstext, ist in diesen Schutzgebieten der Abschuss an bewirtschafteten Anlagen der Teichwirtschaft und Fischzucht sowie in Naturschutzgebieten, die vorrangig dem Fischartenschutz dienen, weiterhin über eine Allgemeinverfügung gestattet.



Für den Fall, dass der Raubvogel außerhalb von in Schutzgebieten bewirtschafteten Teichen aktiv ist und zu Problemen führt, prüft  künftig die Untere Naturschutzbehörde Anträge auf Ausnahmen vom Bejagungsverbot. Die so erteilten Einzelfallgenehmigungen können aber mehrjährig Gültigkeit besitzen.

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