BDM will Druck machen

13.05.2016

Parlamentarischen Frühstück des BDM © Frank Hartmann

Am 12. Mai lud der BDM zum Parlamentarischen Frühstück in den Thüringer Landtag.

Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) will ab kommender Woche mit öffentlichen Aktionen den Druck auf Bundesagrarminister Christian Schmidt erhöhen. Das kündigte Verbands-Sprecher Hans Foldenauer beim „Parlamentarischen Frühstück“ des Thüringer BDM-Teams im Landtag in Erfurt an. Foldenauer übte scharfe Kritik am Bundesminister, der sich noch immer schnellwirksamen Instrumenten zur Entschärfung der Existenz bedrohenden Milchmarktkrise verweigere. Dabei würden mit dem Votum der Agrarministerkonferenz (AMK) Vorschläge auf dem Tisch liegen.

 

An dem Treffen nahmen neben Abgeordneten des Agrarausschusses auch Vertreter des Thüringer Bauernverbandes (TBV) und Agrarstaatssekretär Klaus Sühl teil. Der Linke-Politiker sprach von einem klaren Angebotsüberschuss und nannte den einstimmig gefassten Beschluss der AMK für eine zeitlich befristete, freiwillige Milchmengenreduzierung ein Zugeständnis an die CDU-Agrarminister. Den Schritt der Freiwilligkeit „hätten wir überspringen können“. Landesministerin Birgit Keller hatte Ende April Bundesminister Schmidt per Brief gebeten, bei der EU-Kommission auf eine rechtlich verpflichtende Reduzierung der Milchmenge zu drängen.

 

Das sehen BDM und TBV nicht anders. Vertreter beider Verbände wiederholten auf dem Treffen in Erfurt die Forderung nach einer von Brüssel verordneten, befristeten Reduzierung der einzelbetrieblichen Milcherzeugung. Während der Thüringer Bauernverband zehn Prozent für notwendig erachtet, könnte nach Meinung des Bundes Deutscher Milchviehhalter bereits eine geringere Reduktion positive Impulse aussenden. Dass die deutschen Milcherzeuger zu einer freiwilligen Reduzierung der Milchmenge finden, halten sowohl BDM als auch TBV für Wunschdenken. FH

Themen: BDM, Milchmarkt,

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