Altenburger Käserei ist Gastgeber des Milchtages

06.06.2016

© Frank Hartmann

„Internationalen Tag der Milch“ in der Käserei Altenburger Land.

Am 11. Juni lädt die heimische Milchbranche, organisiert von der Landesvereinigung Thüringer Milch, zum „Internationalen Tag der Milch“ in die Käserei Altenburger Land ein. „Wir müssen und wollen Werbung für Milch und Milcherzeugnisse machen. Und wir müssen den Menschen erklären, mit welchem Aufwand wir die Milch zu den Qualitätsprodukten verarbeiten, die Verbraucher erwarten können und die für sie selbstverständlich geworden sind“, sagt Claus Katzenberger, der die Geschäfte in Altenburg führt.


Auch am deutschen Marktführer im Nischensegment Ziegenkäse und frisch gekürten Weltmeister in der Kategorie Camembert (Rotkäppchen „Der Cremige“) beim 31. „World Championship Cheese Contest“ in Madison (USA) geht die Milchmarktkrise nicht spurlos vorbei. Dennoch: „Unsere Marken- und Qualitätspolitik zahlt sich aus.“ Davon profitierten auch die Kuhmilcherzeuger der Altenburger Käserei, die wie alle Berufskollegen zwar unter Druck stünden, denen man momentan aber 5 ct/kg mehr Grundpreis zahlen könne als die großen Wettbewerber in der Lage sind. Der Ziegenmilchmarkt habe sich schon vor längerer Zeit von dem der Kuhmilch gelöst, sodass man den Erzeugern auskömmliche Preise biete: „Ich muss es aber unterstreichen: Mit neun Millionen Kilogramm Ziegenmilch, die wir hier pro Jahr verarbeiten, ist das eine absolute Nische.“


Ein Dutzend Kuh- und Ziegenmilcherzeuger liefern im Jahr zusammen 32 Mio. kg Milch an die Molkerei, die 85 Mitarbeiter zählt, davon 5 Azubis, die den Beruf des Milchlaboranten bzw. Milchtechnologen erlernen. „Der Milchtag am 11. Juni bedeutet natürlich für unsere Mitarbeiter und unseren Betriebsablauf großen Aufwand. Denn die Produktion läuft auch am Wochenende, und wir wollen den Besuchern mit ganztägigen Führungen Einblick in die Prozesse geben.“


Katzenberger kann den Gästen des Milchtages u. a. erklären, warum sie den aus Kuhmilch gefertigten Markenweichkäse nur relativ kurze Zeit mit dem Zusatzlabel „Gentechnikfrei“ in den Supermärkten fanden. „Wir, das heißt unsere Milcherzeuger und die Käserei, hatten enorme zusätzliche Kosten, die der Handel nicht bereit war mit einem höheren Produktpreis zu entlohnen.“ Das Label, sagt Katzenberger, erzeugte keinen merklichen Nachfrageeffekt, sodass man sich als kleine Spezialitätenkäserei davon wieder verabschiedete: „Man kann auch in Schönheit sterben“, kommentiert Katzenberger diesen Versuch.


Zum Milchtag präsentieren sich die Herzgut Molkerei Schwarza und die DMK-Milchwerke Erfurt („Osterland“) mit ihren Produkten. Am Stand der Landesvereinigung Thüringer Milch können darüber hinaus die Erzeugnisse des BMI-Werkes Obermaßfeld („Thüringer Land“) verkostet werden. Die Landesvereinigung stellt u. a. eine Lernstraße zur Milch für Kinder und ein Bühnenprogramm auf die Beine. Zudem engagierte sie etliche Schausteller sowie Musik- und Tanzformationen aus dem Altenburger Land.



Milchtag: 11. Juni, 10 bis 18 Uhr, Betriebsgelände der Käserei Altenburger Land, Theo-Nebe-Str. 1, 04626 Lumpzig, OT Hartha; www.milch-thueringen.de

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