Änderungen bei der Investitionsförderung

25.10.2017

© Sabine Rübensaat

Anträge für die Investitionsförderung im Jahr 2018 können unabhängig von den Änderungen der Förderrichtlinien bis zu den Stichtagen 31. Dezember 2017 (Teil C ILU – ÖkoInvest) und 31. Januar 2018 (Teil A – AFP; Teil B – Kleine Investitionen; Teil D – Diversifizierung) bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) eingereicht werden. Darauf hat Landwirtschaftsministerin Birgit Keller auf der Jahrestagung Landwirtschaft in Erfurt hingewiesen.


Auf Nachfrage erklärte das ­Agrarministerium, dass die Stichtage, die zur Verfügung stehenden Fördermittelbudgets, die vorgesehenen Änderungen der Investi­tionsförderung sowie Anpassungen von Antragsunterlagen zeitnah auf der TAB-Seite (unter ILU) veröffentlicht würden. Sobald die  EU-Kommission die beantragten Änderungen genehmigt habe, würden auch die neuen Richtlinien bekannt gemacht.


Antragsteller könnten davon ausgehen, dass zu den genannten Stichtagen eingereichte Investi­tionsvorhaben auf der Basis der neuen Förderrichtlinien beurteilt und beschieden würden. Das Ministerium stellte klar, dass alle bereits bewilligten Förderungen aus vorangegangenen Antragsverfahren von der neuen größenabhängigen Förderbeschränkung nicht betroffen seien.


Die maßgeblichen Änderungen der ab 2018 geltenden Investitionsförderung betreffen die größenabhängigen Förderbeschränkungen im AFP und ÖkoInvest. Zukünftig ist der Neubau von Ställen (neue Anlage/Stall mit neuer Tierart im Betrieb oder mit zusätzlichen Haltungskapazitäten an einem neuen Standort) nicht mehr förderfähig, wenn damit folgende Tierplatzkapazitäten überschritten werden:
●15 000 Legehennen,
●30 000 Junghühner,
●30 000 Mastgeflügelplätze,
●15 000 Truthühner,
●600 Milchkühe,
●600 Mastrinder,
●3 000 Mastschweine,
●900 Sauen,
●9 000 Aufzuchtferkel, wobei Ferkel in Sauenanlagen grundsätzlich unberücksichtigt bleiben. Anwendung finden diese Schwellenwerte bezogen auf die jeweilige Tierart. In gemischten Anlagen erfolgt keine Kumulierung. Oberhalb der genannten Schwellenwerte werden neben dem Neubau auch Stallbauinvestitionen mit Bestands­erweiterungen von mehr als 10 % nicht mehr gefördert.


Ersatzbauten werden unabhängig von der Größe gefördert und  grundsätzlich auf vorhandenen Standorten erfolgen. Auf der „grünen Wiese“ seien sie nur noch dann förderfähig, wenn dies plausibel begründet werden kann.


Eine weitere wesentliche Änderung betrifft „Kleine Investitionen“. Künftig sind auch Kleinstunternehmen mit Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung förderfähig. Der Fördersatz erhöht sich von 20 auf 30 %.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr