21. Zuchtbullenauktion in Laasdorf

06.03.2014

© Ulrike Niebling, LTR

Dieser Charolaisbulle der Fraatz GbR aus Pölzig kam in der Dornburger Station mit 1 988 g auf die höchste Zunahme am Prüftag.

Bei frühlingshaftem Wetter fanden sich im Zucht- und Vermarktungszentrum Laasdorf etwa 350 Zuschauer und potenzielle Käufer aus ganz Deutschland zur 21. Zuchtbullenauktion des Landesverbandes Thüringer Rinderzüchter (LTR) ein. Die Auktionshalle war schon am Vormittag zur Vorstellung der Bullen im Ring sehr gut gefüllt. Ulrike Niebling stellte die Vorzüge jedes einzelnen Bullen dar. Hier durfte auch die Ernennung des „Mr. Dornburg“, dem Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme, nicht fehlen. Dieser Titel geht in diesem Jahr an einen hornlosen Charolaisbullen. Der Conal-Sohn Condor, gezogen von der GbR Fraatz aus Pölzig, nahm am Prüftag 1 988 g zu und fand im Laufe der Auktion für 4 000 € einen Thüringer Käufer.

Den Körsieger mit den Traumnoten 8 im Typ, 9 in der Bemuskelung sowie 8 im Skelett stellte wie schon im Vorjahr die Niederpöllnitzer Mutterkuh GmbH. Der Hoeness-Sohn Herakes konnte mit 1 976 g die zweithöchste Prüftagszunahme innerhalb seiner Rasse aufweisen. Dieser Bulle bestach im Rassetyp, seinem Fleisch­ansatz mit ganz geringer Fettauflage sowie in seinem tadellosen Fundament.

Insgesamt wurden an diesem Tag 44 stations- sowie sieben feldgeprüfte Bullen der Rassen Fleckvieh (36), Charolais (7), Angus (4), Gelbvieh (2), Pinzgauer (1) sowie Uckermärker (1) aufgetrieben. Die Tiere punkteten mit hohen Tageszunahmen, sehr interessanten Pedigrees oder exzellentem Skelett. Bemerkenswert war auch das Angebot von über der Hälfte homozygoten hornlosen Zuchtbullen, darunter, neben dem Fleckvieh, Charolais, Uckermärker und Gelbvieh.

Auktionator Danilo Bardehle, Handelsleiter des LTR, konnte Punkt 13 Uhr die Auktion beginnen. Die Gebote kamen anfangs noch etwas zögerlich, doch im Verlauf der Auktion konnte für fast jedes Tier ein neuer Besitzer gefunden werden. Der teuerste Bulle des Tages war mit 5 600 € ein Fleckviehbulle, gezogen von Bernd Petzenberger aus Eckardts. Der reinerbig hornlose Damask-Sohn Disco überzeugte mit einer hervorragenden Bemuskelung aller fleischtragenden Teile sowie einem erlesenen Pedigree und deckt zukünftig in Sachsen.

Die schlussendlich verkauften 47 Bullen (Durchschnittspreis 2 881 €) fanden ihre neuen Besitzer hauptsächlich in Thüringer Betrieben, aber auch Käufer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen sowie Mecklenburg-Vorpommern schlugen auf der Auktion zu. Ein Gelbviehbulle, der Henner-Sohn Hanibal (PP), wird in Bayern auf der Besamungsstation zukünftig seinen Dienst tun.

Die Qualität der aufgetriebenen Bullen war aufgrund der hohen Selektion auf der Prüfstation wiederum sehr gut. Die Stationsprüfung ist somit ein wirksames Instrument zur Erhöhung des Zuchtfortschrittes in der Fleischrinderzucht. Sie ist zurzeit das beste Mittel zur genetischen Verbesserung der heimischen Fleischrindherden: Die Prüfergebnisse sind sicher, wiederholbar und wurden unter einheitlichen Bedingungen ermittelt.    

Wer dieses Mal keinen passenden Bullen gefunden hat, sollte sich den 7. Mai vormerken, den Termin der nächsten Zuchtbullenauktion in Laasdorf.

LTR, Ulrike Niebling

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