Zentrale Fleischrindschau in Meißen

07.03.2013

 

 

Spitzenbullen und viel Besucherresonanz prägten die 22. Zentrale Fleischrindschau der Masterrind GmbH vergangene Woche in Meißen. Vor allem Vererber der Rasse Limousin brachten in der Auktion ihren Verkäufern erfreuliche Preise. Eher verhalten fiel der Zuspruch für Fleckviehbullen aus. Die Rasse stellte zwar den unangefochtenen Champion der Schau. Allerdings fiel der Durchschnittspreis für die „Fleckis“ recht deutlich unter den, der in den Vorjahren erzielt worden war. 


Aufgetrieben worden waren 40 Bullen der Rassen Angus, Blonde d’Aquitaine, Charolais, Fleckvieh und Limousin, von denen 32 versteigert werden konnten. „Die Qualität der Bullen war über alle Rassen hinweg gut“, urteilt Clemens Braschos, Zuchtleiter Fleischrind bei der Masterrind GmbH in Sachsen. Den meisten Anklang habe die Limousin-Kollektion gefunden. Auch die Sieger der einzelnen Rassen hätten klar überzeugt. Als drittbestes Tier der Schau ging Charolaisbulle Lex aus dem Ring. Der Legolas-Sohn vom Brander Weidehof, einem Bio-Betrieb, konnte auf sehr gute Zunahmen verweisen. „Und er bestach schon durch sein Äußeres“, so Braschos. „Der Rücken, das breite Becken, die tiefe Keule – alles, was man sich bei einem Charolaisbullen wünscht.“ Das ansprechende Tier wurde für 3.600 Euro versteigert und wird künftig in Tschechien für Nachkommen sorgen.


Ohne Frage ein Spitzentier war der Reservesieger der 22. Fleischrindschau in Sachsen, den das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch stellte. Der Limousinbulle Borneo (Vater: Bonus) war der jüngste der Schau. Er zeichne sich durch eine „enorme Entwicklung“ aus, wie der Zuchtleiter einschätzt, „sehr rahmig und mit besten Tageszunahmen.“ Ein niedersächsischer Zuchtbetrieb ersteigerte das vielversprechende Tier für 4.800 Euro.


Nicht anders zu richten gewesen sei jedoch der Champion der Schau, Fleckviehbulle Urs (V: Udo) vom Hof des Frohburger Züchters Lutz Marticke. „Ein verdienter Champion“, bringt es Clemens Braschos auf den Punkt. Trotz einer kleinen Herde schaffe es der Zuchtbetrieb Marticke immer wieder, Tiere von höchster Qualität zu ziehen. Für 4.300 Euro ersteigerte ein Zuchtbetrieb aus dem südlichen Brandenburg den Champion.

Den Titel der besten Betriebs-Kollektion konnte der Limousinhof Klemm aus Hartmannsdorf-Reichenau für sich erreichen. Unter den drei Bullen, die der Betrieb in Meißen präsentierte, sorgte vor allem Strauss-Sohn Sheriff für Aufsehen – er wurde für den Tageshöchstpreis von 7.000 Euro von der Masterrind GmbH ersteigert. Mit einem  Durchschnittspreis von 3.800 Euro, der für Limousinbullen bei der Auktion gezahlt wurde, zeigte sich diese Rasse als klarer Sieger des Tages. „Das kann sich auch im deutschlandweiten Vergleich sehen lassen“, meint Zuchtleiter Braschos. Zugleich spiegle der Preis auch das hohe Qualitätsniveau wider.


Rassesieger unter den Angusbullen wurde das Tier mit der Katalognummer 1, Santo-Sohn Santokan vom Zuchtbetrieb Uwe Heinz aus Zwickau. „Nicht das größte Tier, aber enorm breit und mit einer guten Muskulatur“, so das Urteil des Zuchtleiters. „Er war den anderen Bullen weit voraus.“ Die Rasse Angus erzielte bei der Auktion einen durchschnittlichen Preis von 2.560 Euro. Charolais brachten im Schnitt 2.575 Euro. Der einzige Blonde d’Aquitaine-Bulle, Derby-Sohn Declan von Züchter Manfred Göpfert aus Frauenstein, ging für 2.400 Euro aus dem Auktionsring.


Die Nachfrage nach Fleckviehbullen war indes eher verhalten. 2 650 Euro brachte die Rasse im Durchschnitt, im Vorjahr war das Fleckvieh noch im Schnitt für 3 210 Euro verkauft worden. Der Bedarf sei in diesem Jahr offenbar nicht in dem Maße gegeben, interpretiert Clemens Braschos. „An den Qualitäten kann es nicht gelegen haben.“

Insgesamt gesehen, bräuchten die sächsischen Züchter den Vergleich auch bei den Steigepreisen jedoch nicht zu scheuen. „Im Schnitt über alle Rassen wurden 2.780 Euro erzielt“, so der Zuchtleiter. „Das ist kein schlechter Preis.“

 

Karsten Bär


 

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