Workshops zur Optimierung von Düngerstreuern

19.08.2016

© Michael Grunert, LfULG

Die Technik zur Düngerausbringung wird immer ausgefeilter – doch es kommt darauf an, sie auch richtig zu nutzen. Im Bild die Vorführung eines Streuers mit CropSensor bei den DLG-Feldtagen.

Sorgfalt zahlt sich doppelt aus: Wer Düngemittel effizient einsetzt, schont die Umwelt und spart zugleich Kosten. Um den Dünger gezielt und bedarfsgerecht auszubringen, kommt es vor allem auf eine optimale Einstellung des Düngerstreuers an. Mit vier inhaltsgleichen Workshops vom 5. bis 9. September an verschiedenen Orten in Sachsen, zu denen das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie das Ingenieurbüro Müller & Schliephake aus Landsberg einladen, sollen Landwirte hierzu wertvolle Hinweise für die Praxis erhalten.


Die Folgen ungleichmäßiger Verteilung von Düngemitteln können Ertragseinbußen auf unterversorgten Teilflächen sein. Doch auch überversorgte Bereiche haben negative Konsequenzen, etwa wenn Nährstoffe ausgewaschen werden und ins Grundwasser oder in Gewässer gelangen. Es lohnt also, genau hinzuschauen und die technischen Möglichkeiten für eine optimale Einstellung des Streuers unter den jeweiligen Bedingungen zu nutzen. Neben der Verteilgenauigkeit des Streuers ist auch der richtige Einsatz der Rand- und Grenzstreueinrichtung von hoher Bedeutung. „Hier ist es beispielsweise sinnvoll, die Einstellung vor dem praktischen Einsatz zu testen – was gute Betriebe auch in aller Regel tun“, so Dr. Wilfried Schliephake.


In den Workshops werden Experten der DEULA Nienburg, einer  überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsstätte für Agrartechnik in Niedersachsen, hierzu mit einem Vortrag fachlich einführen und anschließend bei einer Felddemonstration, bei der zwei verschiedene Düngerstreuer im Einsatz sind, in praktischen Vorführungen zeigen, worauf es ankommt.


Eingebettet sind die vier Workshops „Optimierung von Düngerstreuern“ in die Initative des Freistaates, die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im mittlerweile zweiten Bewirtschaftungszyklus zu erreichen. Der dabei angewandte kooperative Ansatz sieht unter anderem im Rahmen von Arbeitskreisen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer in sogenannten „prioritären Gebieten“ vor, in denen hohe Belastungen von Grundwasserkörpern oder Oberflächengewässern zu verzeichnen sind.  Die Workshops richten sich an die Mitglieder dieser Arbeitskreise, sind aber auch für alle anderen Interessierten offen.


Workshop-Termine
5. 9.: Hofgut Raitzen, 04758 Naundorf
7. 9.: Cunnersdorfer Agrar GmbH, 01561 Ebersbach,
8. 9.: Agrargen. Doberschütz eG, 04838 Doberschütz
9. 9.: Agrargesellschaft mbH & Co. KG Leinetal, 04509 Löbnitz
Die Veranstaltungen finden jeweils von 9.30 bis ca. 16 Uhr statt. Nähere Infos unter Tel. (01 73) 9 61 61 51

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