Wildschäden gefährden Waldumbau

21.10.2015

© Sabine Rübensaat

Dammwild (Rehe)

Wildverbiss bedroht den Waldumbau im Freistaat - diese Schlussfolgerung zieht der Staatsbetrieb Sachsenforst aus den Ergebnissen des Wildschadensmonitoring im sächsischen Staatswald, die kürzlich präsentiert wurden. Ein „nicht unerheblicher Teil“ gepflanzter Bäume lande im Magen von Hirsch und Reh, im Durschnitt sei innerhalb des Untersuchungsgebietes 15 % der bonitierten Bäume verbissen. Zugleich wiesen 3 % frische Schälschäden auf, teilt Sachsenforst mit. Insbesondere entlang des Erzgebirgskamms seien massive Schäden durch Rotwildschäle zu verzeichnen. Beste Ergebnisse habe man bislang dort erzielen können, wo konsequent und waldgerecht gejagt wurde, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun. Angesichts der „ernüchternden Ergebnisse“ des Wildschadensmonitorings sei man dazu gezwungen, diesen Weg überall im Landeswald nachdrücklich weiter zu verfolgen. Um die Rotwildbestände künftig besser und wissenschaftlicher erfassen zu können, haben Sachsenforst und die Professur Forstzoologie an der TU Dresden kürzlich eine Kooperationsvereinbarung getroffen.

 

Speziell im Erzgebirge gibt es Widerspruch zur  Meinung des Forstes. Dort setzt sich eine Initiative für mehr Schutz und Hege des Rotwilds ein.

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