Wettbewerb von SLB und Imkerverband

29.08.2017

© Sabrina Lampe, SLB

Die Vorbereitungen laufen längst auf höchsten Touren. Zum Landeserntedankfest (29. September bis 1. Oktober) in Burgstädt werden zum dritten Mal die Hoftafeln an die im Honigbienenschutz engagierten Landwirtschaftsbetriebe vergeben.


Treibende Kraft ist dabei die Landesarbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft (LAGIL), die vom SLB und dem Landesimkerverband vor vier Jahren gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Diese Form der Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Imkern war seinerzeit einmalig und findet mittlerweile regional in Sachsen wie auch in anderen Bundesländern begrüßenswerte Nachahmung.


Auf Vorschläge regionaler Imkervereine werden maximal fünf Landwirtschaftsbetriebe pro Jahr für ihr Engagement im Honigbienenschutz auf Herz und Nieren geprüft. Anhand eines Fragebogens ermittelt die Kommission, bestehend aus zwei Vertretern der LAGIL (jeweils einem Landwirt und einem Imker), inwieweit das Engagement des Landwirtschaftsbetriebes einen Mehrwert für den Honigbienenschutz bietet. So besuchte die Kommission kürzlich die Agrargesellschaft Ruppendorf AG in Klingenberg, die vom Imkerverein Dippoldiswalde zur Auszeichnung vorgeschlagen wurde.


Vorstandsvorsitzender Peter Baling und Pflanzenbauleiter Johannes Putz standen Andreas Jahnel (SLB) und Steffen Reuter (Landesverband Sächsischer Imker) Rede und Antwort. Im Gespräch wurde schnell klar: Hier wird mehr als nur die „Pflicht“ erfüllt. Zusätzlich zu den angelegten Hecken und Blühstreifen etablierte der Agrarbetrieb auf seinen Fluren eigens für die Honigbienen eine Obstplantage. „Weiterhin ist ein Teil der Produktion auf ökologischen Anbau umgestellt worden, was die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln einschränkt“, erläutert Putz. Großer Wert wird auch auf die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den regionalen Imkern gelegt. Mithilfe einer Homepage werden die ortsansässigen Imker über anstehende Maßnahmen auf den Feldern aktuell informiert. „Ein bisschen Ökologie gehört doch einfach dazu. Als vergleichsweise großer Betrieb fällt es uns leicht, ein paar Flächen für den Honigbienenschutz zu verwenden“, räumt Baling ein.


Die Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten funktioniert im Raum Dippoldiswalde offensichtlich gut. Mit Kommunika­tion und Verständnis können viele Probleme aus der Welt geschafft werden. Kritisch blicken die Imker auf die sogenannten „Wandervölker“, denn diese können Krankheiten wie etwa die Amerikanische Faulbrut in die ortsansässigen Bienenvölker einschleppen. Zudem ist das Trachtangebot auf den Feldern im Herbst begrenzt. Es spricht sich also auch unter Imkern rum, wenn Landwirtschaftsbetriebe besonders bienenfreundlich wirtschaften.

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