Wasserhaushalt: Situation verschärft sich

07.08.2018

© Karsten Bär

Niedrige Pegelstände gibt es derzeit nicht nur an der Elbe.

Seit Beginn des Abflussjahres 2018 (1. 11. 2017) hat sich das Niederschlagsdefizit an den sächsischen Messstationen aufgrund der anhaltenden Trockenheit weiter vergrößert. Es liegt nunmehr  in fast allen Landesteilen bei je nach Region zwischen 21 und 41 % (Region Görlitz) gegenüber den mehrjährigen Mittelwerten.

 

Inzwischen gibt es auch im Vogtland ein leichtes Niederschlagsdefizit (–2 %), wie der wöchentliche Bericht des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zur Situation des Wasserhaushaltes aufführt. 

 

Auch an einem Großteil der Grundwassermessstellen in Sachsen liegen die Werte dem Bericht zufolge unter dem langjährigen Monatsmittel. Gerechnet wird mit in den nächsten Wochen weiter fallenden  Ständen. Der Zustand zu tiefer Grundwasserstände hält dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft zufolge inzwischen bereits das dritte Jahr an.  

 

An den Flüssen hat sich die Niedrigwassersituation weiter verschärft. Die Durchflüsse liegen bei vielen Flüssen unter 50 % des Normalwertes. Für die Elbe wurde bereits das Sondermessprogramm ausgelöst. Statt monatlich wird nun aller zwei Wochen die Wasserbeschaffenheit untersucht, um durch Niedrigwasser bedingte Veränderungen, etwa Belastungen mit organischen Stoffen, zu erkennen. 

 

Gemeinsam mit dem LfULG erfassen derzeit die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden die nur bei sehr niedrigen Wasserständen sichtbaren „Hungersteine“ entlang der Elbe, um Informationen über historische Niedrigpegel zu erhalten. Diese Markierung weisen alte Inschriften auf, die an zurückliegende Notzeiten aufgrund großer Trockenheit erinnern. 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr