Waldzustandsbericht 2016

13.01.2017

© Karsten Bär

Kiefern- und Eichenwälder konnten sich 2016 gut von der Trockenheit des Vorjahres erholen.

Dank günstiger Witterung und dem Ausbleiben von Schadereignissen hat sich der sächsische Wald im vergangenen Jahr gut entwickeln können. Bei der Vorstellung des 26. Waldzustandsberichtes Ende vergangenen Jahres konstatierte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt gute hydrologische Rahmenbedingungen und Temperaturen, die  das Waldwachstum begünstigten. Stürme oder massiver Borkenkäferbefall seien überregional ausgeblieben.


Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung zeigen eine stabile Vitalität der Wälder auf einem seit 2008 weitgehend gleichbleibenden Niveau. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der mittlere ­Nadel- und Blattverlust etwas verringert. Wo bei einzelnen Baum­arten der mittlere Blattverlust anstieg, ist dies – wie etwa bei der Buche – auf eine starke Fruchtbildung zurückzuführen.
Schmidt verwies auf die Erfolge, die der Freistaat bei der Waldgesundheit in den vergangenen 26 Jahren erreichen konnte. Dies zeige sich am Beispiel des Erzgebirges, wo man durch Luftreinhaltung, fachgerechte Waldpflege und regelmäßige Bodenschutzkalkungen wieder gute Waldzustände erreichen konnte.


Nach wie vor einen guten Zustand zeigt der Zustandserhebung zufolge die Fichte auf. Trotz gewisser Risiken blieb größerer Befall mit Schadorganismen aus. Sehr deutlich verbessern konnte die Kiefer ihren Zustand. Hohe Nadelverluste, die 2015 aufgrund großen Trockenstresses auftraten, wurden 2016 wieder regeneriert. Demgegenüber hält der Trend steigender Nadelverluste bei den sonstigen Nadelbäumen weiter an und erreicht den höchsten Wert seit 1991.


Mit der Trockenheit des Jahres 2015 kam die Eiche im Vergleich zu anderen Baumarten am besten zurecht. Defizite in der Belaubung der Rotbuchen erklären sich aus dem starken Fruchtbehang an ­dieser Baumart im Jahr 2016.
Die einzelnen Regionen Sachsens weisen unterschiedliche Waldzustände auf. Während sich die Waldgesundheit im Erzgebirge deutlich verbessert hat, verschlechterten sich die Werte besonders für das Elbsandstein- und das Zittauer Gebirge, aber auch für das Lausitzer Hügelland und Becken sowie das Vogtland. 

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