Wald und Forst: Punktesystem entscheidet

23.01.2015

© Sabine Rübensaat

Förderaufrufe nach der neuen Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft werden gemeinsam mit den Antragsunterlagen im Internet veröffentlicht. Anträge für das laufende Jahr müssen bis 30. April bei der Bewilligungsstelle in Bautzen vorliegen.

Mit der Veröffentlichung im Sächsischen Amtsblatt ist Mitte Januar die Förderrichtlinie Wald- und Forstwirtschaft (RL WuF/2014) in Kraft getreten. Der erste Teil der Richtlinie umfasst Maßnahmen, die aus ELER-Mitteln finanziert werden. Dazu zählen wie schon in der alten Richtlinie die Erschließung von Forstwegen und Holzlagerplätzen, der Waldumbau in Schutzgebieten und die Verjüngung natürlicher gebietsheimischer Wälder in Schutzgebieten. Neu in die RL aufgenommen wurde die Förderung von Anlagen zur Waldbrandüberwachung, die sich an Landkreise oder beauftragte kommunale Träger richtet, und die Ausarbeitungen von Waldbewirtschaftungsplänen, mit denen kleine Privatwaldbesitzer in die Lage versetzt werden, gemeinsam mit anderen Eigentümern eine planmäßige nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherzustellen. Voraussetzung dafür ist eine mindestens zeitweilige Zusammenarbeit zweier Waldbesitzer in einem abgegrenzten Waldgebiet.

 

Der zweite Teil der RL umfasst Maßnahmen, die über GAK-Mittel finanziert werden. Dazu zählt die bereits in der Vergangenheit geförderte Zusammenfassung des Holzangebotes durch anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, die nun durch die Förderung von Waldpflegeverträgen ergänzt ist. Hierbei muss der forstwirtschaftliche Zusammenschluss entgeltlich und auf vertraglicher Basis die forstfachliche Betreuung von Mitgliedsflächen bis 50 ha Betriebsgröße übernehmen.

 

Gefördert werden auch Erstaufforstungen mit einem Satz von 90 %. Nachbesserungskosten innerhalb von fünf Jahren nach der Begründung sind förderfähig, hingegen werden keine jährlichen Flächenprämien für Erstaufforstungen mehr gezahlt.

 

Förderaufrufe nach der neuen Richtlinie werden gemeinsam mit den Antragsunterlagen im Internet veröffentlicht. Anträge für das laufende Jahr müssen bis 30. April bei der Bewilligungsstelle in Bautzen vorliegen. Empfohlen wird, auf fachliche Beratung der Leiter der Forstreviere zurückzugreifen. Über die Anträge wird Mitte des Jahres nach einem Punktesystem entschieden.

 

www.smul.sachsen.de/sbs/foerstersuche/index.asp

 

 

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