Unterstützung für dürregeschädigte Betriebe

26.07.2018

Trockenwiese © Karsten Bär

Die Futtermittel könnten knapp werden – damit muss man zumindest in den von der Trockenheit betroffenen Regionen Sachsens rechnen. Vielerorts spricht man mittlerweile von einer ausgeprägten Dürre. Anders sieht es in den Landkreisen Erzgebirge und Vogtland aus. Durch die ergiebigen – oftmals sogar zu starken Regengüsse – gibt es dort genügend Aufwuchs an Gras und Futter. Nun ruft der Sächsische Landesbauernverband zur gegenseitigen Unterstützung auf. Auf der Internetseite des SLB (www.slb-dresden.de  -> Service-> Futtermittelbörse) kann ein (Über-)Angebot von betriebseigenen Futtermitteln jeglicher Art von Verbandsmitgliedern inseriert und von Mitgliedsbetrieben mit entsprechendem Bedarf abgerufen werden. Dies funktioniert problemlos über eine Anmeldung mit Mitgliedsnummer und dem dazugehörigen Passwort. 

 

Zusätzlich macht der SLB auf die Richtlinie „Krisen und Notstände“ (KuN/2015) des Freistaates Sachsen aufmerksam. So trafen Vertreter der Kreis- und Regionalbauernverbände und Mitarbeiter des SLB am Mittwoch dieser Woche zusammen, um sich über die Antragstellung und Voraussetzungen der staatlichen Unterstützung zu informieren. Dieses Wissen soll möglichst zeitnah an betroffene Landwirte weitergetragen werden. Barbara Fischer vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) beantwortete dabei alle möglichen Fragen. „Es wird empfohlen, eine mögliche Zuwendung erst zu beantragen, wenn die gesamte Ernte eingebracht ist“, so Fischer. Ein halbes Jahr nach dem Schadereignis (in diesem Fall widrige Witterungsverhältnisse) habe man Zeit, die Zuwendungen zu beantragen. „Diese Zeit sollte auch genutzt werden, da die Bewilligungsbehörde das gesamte Wirtschaftsjahr betrachtet“, so Fischer weiter. Sie betont ebenso, dass die Bewilligungsbehörde auf den gesamten Betrieb schaue – Einkommen aus der Tierhaltung und aus Nebenbetrieben werden mit angerechnet. Mit dem Verwendungsnachweis ist die Bilanz des Schadensjahres vorzulegen und erst dann wird die tatsächliche Schadenshöhe von der Behörde festgestellt. 

 

Zuwendungen empfangen kann derjenige, der mindestens die Hälfte seines Gesamteinkommens aus der Primärproduktion von landwirtschaftlichen oder fischereiwirtschaftlichen Erzeugnissen erwirtschaftet und bei dem durch die lang anhaltende Trockenheit die Weiterführung des Betriebes aus eigener Liquidität nicht möglich ist. Fischer weist darauf hin, dass das Finden innerbetrieblicher Lösungen das Beste sei, um einer Krise entgegenzuwirken. Der SLB plädiert seit Langem für eine betriebliche Risikovorsorge, die aber seitens der Politik bisher nicht ermöglicht wurde. Dennoch ist die Richtlinie KuN/2015 zumindest eine finanzielle Unterstützung der Landwirte. Jedoch löst auch diese das Problem der Futtermittelknappheit nicht. 

 

Antragsunterlagen im Internet:

 

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