Tag der offenen Tür im LUZ Nossen

08.06.2018

© Karsten Bär

Bei einem Rundgang machte sich Minister Schmidt gemeinsam mit Abteilungsleiter Dr. Uwe Bergfeld und LfULG-Präsident Norbert Eichkorn (v. r.) ein Bild von den Arbeitsbereichen am Standort Nossen.

Hier gewinnen Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) für die Praxis neue Erkenntnisse zu Pflanzenbauverfahren, Sorteneigenschaften und Pflanzenschutz, untersuchen die Experten der Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) in ihren Laboren Proben, betreibt das Bundessortenamt eine Prüfstelle: Das Landwirtschafts- und Umweltzentrum (LUZ) Nossen ist nicht nur einer der modernsten Behördenkomplexe im Freistaat, sondern auch ein Standort mit großer Bedeutung für die Agrarforschung und -verwaltung. Ein Blick hinter die Kulissen war Besuchern unlängst beim Tag der offenen Tür erlaubt. Mitarbeiter der drei Einrichtungen erklärten ihre Arbeit und gaben Auskünfte zu vielen Themen rund um den Umweltschutz und die moderne Landwirtschaft.


Imponiert zeigte sich auch Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt. Er sei immer wieder neu beeindruckt von der Einrichtung sagte er bei seinem Besuch. Nach einem Rundgang stand er gemeinsam mit Dr. Walter Schmidt und Anke Hoppe (LfULG) sowie Dr. Olaf Nitzsche (BfUL) in einem Bürgerdialog für Fragen offen.

 

Dabei wurde er unter anderem von einem Vertreter eines Kleingärtnervereins aus dem Raum Zwickau darauf aufmerksam gemacht, dass die geltenden Gesetzmäßigkeiten für Kleingartensparten bestimmte Maßnahmen für mehr Artenschutz behinderten. Dass hier ein Umdenken nötig sei, stieß auch beim Minister auf Zustimmung – der Wunsch nach einem neuen Gesetz allerdings auf Skepsis. Hier drohe die Gefahr der Überregulierung.

 

Auf das Image der Landwirtschaft angesprochen, beklagte Schmidt die oft verzerrte Darstellung bestimmter Themen in den Medien. Welche Leistungen von der Landwirtschaft erbracht würden, was für den Schutz der Umwelt und der Ressourcen getan werde, komme in der öffentlichen Diskussion zu kurz.

 

Über die strengen Zulassungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel  klärte Anke Hoppe auf. Dr. Walter Schmidt verwies auf die Bemühungen, ackerbauliche Methoden als Alternativen zu chemischen Pflanzenschutzmitteln zu entwickeln. Die hohe Leistungsfähigkeit heutiger Analysemethoden  bestätigte Dr. Nitzsche.  Dies sei gut für Umwelt und Verbraucher, jedoch bedürften die so gewonnenen Ergebnisse oft auch einer Einordnung, um unbegründete Ängste zu vermeiden.

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