SLB und Ministerium zur Ernte 2017

13.10.2017

© SLB

Das Landeserntedankfest in Burgstädt gab den Rahmen für die diesjährige Nach-Ernte-Pressekonferenz des SLB und des Ministeriums. Im Bild Ernteprinzessin Dominique I., SMUL-Presse­sprecher Frank Meyer, Agrarminister Thomas Schmidt, SLB-Präsident Wolfgang Vogel und Erntekönigin Anja II. (v. l.).

Die Bilanz der Ernte 2017 zogen der Sächsische Landesbauernverband (SLB) und das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) beim Landeserntedankfest in Burgstädt. SLB-Präsident Wolfgang Vogel und Staatsminister Thomas Schmidt informierten über die Erträge im Freistaat. „Bezogen auf das langjährige Mittel konnte in den meisten sächsischen Regionen eine durchschnittliche Ernte eingebracht werden“, so die Zusammenfassung von Präsident Vogel. Die Niederschläge im Juli und August hätten in weiten Teilen des Landes Ernteprobleme verursacht, Lagergetreide und hohe Feuchtigkeiten zu Unzufriedenheit bei den sächsischen Landwirten geführt. Der durchschnittliche Hektarertrag aller Getreidearten beträgt laut ­Statistischem Landesamt in diesem Jahr 69,3 dt/ha und liegt damit 7,6 % unter dem des Vorjahres. Die Wintergerste (Anbauumfang: 90 400 ha) sei im Vergleich zu den anderen Getreidearten noch am besten mit den Witterungsbedingungen zurechtgekommen. So konnten sachsenweit durchschnitt­lich 73,2 dt/ha geerntet werden. Allerdings schnitten die leichten Standorte in Nordsachsen wesentlich schlechter ab (56 dt/ha).


Besonders enttäuschten die Erträge bei Raps. Aufgrund der ungünstigen Aussaatbedingungen im Vorjahr und später Frühjahrsfröste konnten durchschnittlich lediglich 33,7 dt/ha geerntet werden.  Sachsens wichtigste Ackerfrucht, der Winterweizen, wurde auf rund 184 000 ha angebaut. Der diesjährige Durchschnittsertrag des Winterweizens liegt bei 75,1 dt/ha. Dieser liegt weit unter dem guten Ertrag des Vorjahres (81,2 dt/ha), aber nur wenig unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 75,9 dt/ha. Auch innerhalb dieser Ackerfrucht zeichneten sich regionale Unterschiede ab. Weiter rückläufig war die Anbaufläche des Roggens. Auf rund 25 300 ha konnten etwa 40 bis 50 dt/ha geerntet werden.


Auf die starken Einflüsse von Witterungsextremen auf die Ernte verwies Thomas Schmidt.  „Extreme treten häufiger auf. Trockenphasen im Frühjahr und Frühsommer sowie Starkniederschläge im Sommer wirken sich dabei besonders auf die Landwirtschaft aus“, so der Agrarminister. Sich an diese Bedingungen anzupassen, sei die größte Herausforderung für die Landwirtschaft. Schmidt sagte, dass der Freistaat hierbei durch Förderungen, angewandte Forschung und den Wissenstransfer in die Praxis helfe. Erforderlich sei zudem ein effizientes betriebliches Risikomanagement.

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