Schafkörung: Guter Jahrgang bei Merinos

03.02.2014

© Karsten Bär

Überwiegend hohe Bewertung bekamen die Merinofleischschafböcke.

Die Merinofleischschafe (MFS) stachen deutlich heraus: Bei der zentralen Körung junger Fleischschafböcke, die der Sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband unlängst im Lehr- und Versuchsgut (LVG) Köllitsch durchführte, stellte diese Rasse mehr als ein Drittel aller insgesamt 35 aufgetriebenen Böcke – und bekam überwiegend hohe Bewertungen. „Ein sehr guter Jahrgang“, bilanziert Zuchtleiter Hanno Franke, der gemeinsam mit seiner Vorgängerin im Amt, Dr. Regina Walther, die Körkommission bildete.

Die meisten der MFS, die aus drei Zuchtbetrieben stammten, wurden in die Wertklasse I geschätzt, fast alle werden zur MFS-Elite Mitte März in Kölsa oder aber wenigstens zur gleichzeitig stattfindenden Mitteldeutschen Bockauktion aufgetrieben. „Die beiden Veranstaltungen zusammenzulegen, lohnt sich“, sagt Hanno Franke mit Blick auf die Vermarktung der Merinofleischschafe. „Der Rasse hat es gut getan.“

Anders als bei den Merinos ist die Zahl der Böcke, die an den Eliteschauen der Schwarzköpfigen Fleischschafe (SKF) und Suffolk-Schaf Anfang März in Karow in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen können, beschränkt. Anhand der eingetragenen Herdbuchtiere errechnet sich, wie viele Tiere jeder einzelne Zuchtverband auftreiben darf – für den SSZV sind es je drei Böcke beider Rasse. Unter den Suffolks war mit insgesamt 15 Kandidaten die Auswahl groß, auch die Qualität der Tiere konnte sich sehen lassen, wie Zuchtleiter Franke bestätigt. Den sächsischen Verband bei der Suffolk-Elite in Karow wird Schäfermeister Karl-Heinz Wabnitz aus Klosterbuch mit drei Böcken vertreten.

Unbesetzt bleiben hingegen die Plätze, die Sachsen für die SKF-Elite zur Verfügung stehen. „Die Züchter haben im vergangenen Jahr Böcke eingekauft, die nicht eingeschlagen haben“, erklärt Hanno Franke. Geeigneten Bocknachwuchs gab es kaum, nur das LVG Köllitsch trieb drei SKF-Böcke auf, die aber nicht gekört werden konnten (BauernZeitung Ausgabe 4/2014, S. 5).

Informiert wurden die anwesenden Züchter vom SSZV über Neuigkeiten bezüglich der Leistungsprüfung. Mit dem Auslaufen der Übergangsfristen für das Tierzuchtgesetz Ende 2013 hat sich der Freistaat Sachsen aus der Leistungsprüfung verabschiedet. Künftig werden die Suffolk-Schafe, die in Sachsen einen relativ kleinen Bestand haben,  vom SSZV in Feldprüfungen in ihrer Herde geprüft. Hingegen können sächsische Züchter der Rassen Merinofleisch- und -landschaf sowie SKF die Stationsprüfung im Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden in Anspruch nehmen. Der Freistaat Sachsen hat für die Durchführung der Leistungsprüfung Förderung in Aussicht gestellt, die der SSZV beantragt hat.

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