Sächsischer Tierzuchtpreis

10.05.2017

© Karsten Bär

Mit dem Tierzuchtpreis wurden Dr. Manfred Golze (2. v. l.), Dieter Schlunke (Mitte) und Bernd Dietrich (2. v. r.) ausgezeichnet. Cord Höltje (l.) als Vertreter der AgST und Minister Thomas Schmidt überreichten die Plaketten.

Traditionell gab die agra2017 den Rahmen für die Verleihung des „Sächsischen Tierzuchtpreises 2017“. Im Tierschauring übergab Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt  kurz nach Eröffnung der Messe die Plaketten an die Preisträger. Ausgezeichnet wurden Dr. Manfred Golze, Experte für die Zucht von Kleintieren und Fleischrindern aus Kleinpelsen (Landkreis Mittelsachsen), Dieter Schlunke, erfolgreichster Züchter der Rinderrasse Holstein Friesian aus Weinböhla (Landkreis Meißen), und Bernd Dietrich, verdienstvoller Rassegeflügelzüchter aus Taucha (Landkreis Nordsachsen).

 

Dank an alle Züchter


„Der Zuchtfortschritt ist eine wichtige Voraussetzung für eine leistungsstarke Tierhaltung“ sagte Minister Schmidt. „Die Preisträger vertreten eindrucksvoll die erfolgreiche Tierzucht und haben mit ihrer Arbeit maßgeblich zur guten Entwicklung der organisierten Tierzucht in Sachsen beigetragen. Mein Dank geht darüber hinaus auch an alle anderen Züchter und Zuchtverbände im Freistaat. Ihre Arbeit ist eine Grundlage für hochwertige tierische Erzeugnisse.“
Mit dem „Sächsischen Tierzuchtpreis“ prämieren das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und die Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Tierzuchtorganisationen e. V. (AgST) als Dachverband der organisierten Tierzucht gemeinsam Tierzüchter der verschiedenen Nutztierarten, die maßgeblich zur Verwirklichung der Zuchtprogramme und damit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Tierzucht beigetragen haben. Der sächsische Landwirtschaftsminister hat seit 2002 die Schirmherrschaft über den Preis inne.


Der ehemalige Referatsleiter im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Dr. Manfred Golze, erhält den Preis für seinen jahrelangen Einsatz in der praktischen Tierhaltung und der Entwicklung neuer Zucht- und Produktionsverfahren. Schwerpunkte seiner Tätigkeit bildeten die Weiterentwicklung der Mutterkuhhaltung und der Fleischrindzucht. In seiner Tätigkeit als Preisrichter für Rassegeflügel und Fleisch­rinder erwarb er sich internationale Anerkennung. Unter anderem auch als Autor von Fachbeiträgen in der BauernZeitung vermittelte Golze sein Fachwissen an Halter in Sachsen und anderen Bundesländern.

 

Vielfältige Verdienste


Um die Entwicklung der organisierten Rinderzucht im Freistaat Sachsen hat sich der zweiten Preisträger, Dieter Schlunke, besondere Verdienste erworben. Durch sein Engagement entwickelte sich der Sächsische Rinderzuchtverband eG, dessen Vorsitz er viele Jahre innehatte, im Verbund der Masterrind GmbH zur wettbewerbsfähigen Zuchtorganisation. In seiner jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeit widmete er sich als Leitungspersönlichkeit eines Landwirtschaftsbetriebes auch vielfältigen Aktivitäten in seinem Heimatort.
Der dritte Preisträger, Bernd Dietrich, trat bereits als Schüler in den Rassegeflügelzüchterverein Taucha ein und wurde im Jahr 1956 Mitglied im Leipziger Rassegeflügelzüchterverein von 1869 e. V. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Lipsia-Schau, die größte Rassegeflügelausstellung der Welt. Bereits im Jahr 1960 war er in der Schauleitung tätig und trug ab 1999 zehn Jahre als Ausstellungsleiter die Verantwortung. Dank seiner Arbeit genießt die Lipsia heute Weltruf bei der deutschen und internationalen Züchterschaft für Rassegeflügel.


Auf der Grundlage leistungsfähiger und gesunder Tierbestände wurden im vergangenen Jahr im Freistaat Sachsen 1 768 Kilotonnen Milch, schätzungsweise 18,3 Kilotonnen Schlachtvieh und 943 Millionen Eier erzeugt.

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