Sächsischer LandFrauenverband

29.05.2012

© Bärbel Schumann

Oschatz. Über 250 Landfrauen aus allen Teilen Sachsens haben mit einer Festveranstaltung im Thomas-Münzer-Haus am Sonnabend das 20-jährige Bestehen des Sächsischen LandFrauenverbandes begangen. Zu den Gästen und Festrednern gehörten Agrarminister Frank Kupfer und die Vizepräsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Hannelore Wörz.


In ihrer Festrede ließ die scheidende Landesvorsitzende Hiltrud Snelinski die Entwicklung des Verbandes noch einmal Revue passieren. 1992 wurde in Zug bei Freiberg der Verband von mehr als 50 Frauen aus dem ländlichen Raum gegründet. Im Laufe der Jahre konnte sich der Verband in allen Teilen Sachsens etablieren und ist mit seinen fast 1.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung von Frauen im ländlichen Raum.


Viele Projekte initiiert


Im Laufe der Jahre initiierten die Landfrauen erfolgreich verschiedene Projekte. Dazu gehörten beispielsweise die Ausbildung von Frauen auf dem Gebiet neuer Medien, die Tätigkeit als Fachfrauen für Kinderernährung und als Botschafterinnen regionaler Produkte bis hin zur Pflege des Brauchtums auf dem Lande. Jährlicher Höhepunkt ist dabei der Erntekronen- und Kranzwettbewerb, der sachsenweit ausgetragen wird und jährlich Tausende Besucher anlockt.

Minister Frank Kupfer würdigte in seiner Festrede das Engagement der Landfrauen. In den Dörfern, auf dem Lande seien sie es, die mit den unterschiedlichsten Aktivitäten das Leben in ihren Heimatorten prägen und mitgestalten. Die Vielfalt der Landfrauenarbeit fasziniere ihn, und es sei für ihn beeindruckend, wie die Landfrauen mit dem Winden der Erntekronen und -kränze auch die bäuerlichen Traditionen wahrten.


Zwölf Frauen aus allen Teilen Sachsen wurden anlässlich des Verbandsjubiläums für ihr Engagement und ihr Wirken als Landfrau ausgezeichnet.


Stehende Ovationen


Am Vormittag hatten die Delegierten der Landesvertreterinnenversammlung in Oschatz bereits Bilanz ihrer Arbeit gezogen und einen neuen Verbandsvorstand gewählt. Nach neun Jahren reichte die scheidende Landesvorsitzende Hiltrud Snelinski den Staffelstab an die Frankenbergerin Iris Firmenich weiter, die nun für vier Jahre an der Spitze des fünfköpfigen Vorstandes steht. Die 51-Jährige ist seit 1999 Mitglied des Sächsischen Landtages und gehört außerdem dem Kreistag Mittelsachsen an.


Mit stehenden Ovationen dankten die Landfrauen der Rammenauerin Hiltrud Snelinski für ihr Wirken im Sächsischen LandFrauenverband. Während ihrer Amtszeit

hatte sie den Verband geprägt und Weichen für eine erfolg­reiche Arbeit, auch in Zukunft, gestellt. Auf eigenen Wunsch trat die 60-Jährige nicht wieder zur Wahl an. Künftig will sie

sich mehr ihrer Familie und ihrem Wirken als ehrenamtliche Bürgermeisterin ihres Heimatortes widmen. Bärbel Schumann

 

Foto: Geburtstagstorte zum 20. Geburtstag: Der langjährigen Vorsitzenden des Landfrauenverbandes, Hiltrud Snelinski (2. v. r.), folgt Iris Firmenich, die neu an die Spitze gewählt wurde.

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