Profis an der Motorsäge

04.04.2018

© Carmen Rudolph

Für die Zuschauer der Waldarbeitermeisterschaft hatte das Zielfällen der 22 Meter hohen Fichtenstämme auf dem aufwendig präparierten Messegelände in Chemnitz wohl den höchsten Schauwert. Den Teilnehmern verlangte diese Disziplin jede Menge Geschick ab.

Sie war ein Höhepunkt der erstmals durchgeführten Fachmesse RegioForst in Chemnitz: Hunderte Zuschauer verfolgten am Wochenende vor Ostern die vom Staatsbetrieb Sachsensforst organisierte 14. Sächsische Waldarbeitermeisterschaft auf dem Freigelände vor den Chemnitzer Messehallen. Insgesamt 37 Teilnehmer aus zehn Bundesländern sowie aus Tschechien stellten bei dem beruflichen Wettbewerb ihr Können an der Motorsäge in den Disziplinen Zielfällung, Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Astung unter Beweis. Die Konkurrenz war groß. Zum Teilnehmerfeld zählten auch Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft, die den Wettbewerb nicht nur als Saisonstart, sondern auch als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer (1. bis 6. August 2018) nutzten.


In der sächsischen Landesklasse belegte Florian Huster, Forstwirtschaftsmeister aus Morgenröthe-Rautenkranz, den ersten Platz. Ihm folgten Henry Döring, Forstwirtschaftsmeister aus dem Forstbezirk Marienberg, und Hagen Zeun, Forstwirt aus dem Forstbezirk Dresden, auf den Plätzen zwei und drei. Lukas Höber, Forstwirt aus dem Forstbezirk Eibenstock, siegte in der Landesjuniorenklasse (U24) und darüber hinaus in den Einzeldisziplinen Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt, Entastung und Zielfällung. In der Gäste-Klasse gewann Alexander Genz, Mitglied der deutschen Nationalmannschaft aus Brandenburg. In der Gäste-Juniorenklasse konnte sich Kolja Flägel aus Schleswig-Holstein über den ersten Platz freuen.


Im Vorfeld der Meisterschaft war das Messegelände aufwendig für den Wettbewerb präpariert worden. Um die etwa 22 Meter hohen Fichtenstämme für die Disziplin Zielfällung aufstellen zu können, waren 2,5 Meter lange Stahlrohre in den Asphalt versenkt worden. Rund 400 Kubikmeter Hackschnitzel wurden auf der Fläche verteilt, um den Sturz des Baumes abzufedern. Unter präzisem Einsatz der Motorsäge mussten die Teilnehmer die Fichtenstämme in ein abgestecktes Terrain zu Fall bringen.

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