Pflanzenschutz: Sachkundenachweise und Fortbildung

18.02.2015

© Sabine Rübensaat

Schadbild: Pilzkrankheit bei Weizen

Die bisherigen Sachkundenachweise für den Pflanzenschutz (z. B. Facharbeiterzeugnis, Zeugnis Sachkundenachweis) gelten für alle, die ihre Sachkunde vor dem 14. Februar 2012 erworben haben, noch bis zum 26. November 2015. Danach muss jeder, der gewerblich Pflanzenschutzmittel anwendet, über den Pflanzenschutz berät und Pflanzenschutzmittel verkauft, eine Sachkundenachweiskarte besitzen. Der Antrag kann bis zum 26. Mai 2015 online unter www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/30333.htm gestellt werden.  Allen Sachkundigen wird empfohlen, die Pflanzenschutzsachkunde auf jeden Fall zu beantragen, auch wenn sie derzeit keine Pflanzenschutzmittel einsetzen. Die Sachkundenachweiskarte gilt ein Leben lang, über die Teilnahme an einer anerkannten Fortbildung kann die Sachkunde jederzeit aktiviert werden.

Personen, die die Sachkunde nach dem 14. Februar 2012 erwarben, sollten möglichst unmittelbar  nach dem Ablegen der Prüfung die Karte beantragen, wenn sie dies für die berufliche Tätigkeit benötigen. Die Antragstellung ist aber bis drei Jahre nach Erwerb der Sachkunde möglich.

Viele Sachkundige haben schon einen Antrag auf die Sachkundenachweiskarte gestellt und warten auf die Zusendung der Zahlungsaufforderung/Rechnung. Aufgrund der Entwicklung eines IT-Programmes zur Gebührenverwaltung ist es erst seit 12. Januar 2015 möglich, die Rechnung zu versenden und die Geldeingänge zu buchen. Alle bisher genehmigten Anträge haben aber einen Bescheid der Anerkennung ihrer Sachkunde erhalten, der übergangsweise als offizielle Anerkennung gilt. Ab dem 26. November 2015 wird die Karte dann gesetzlich benötigt, erst dann ist sie Voraussetzung für die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung. Aktuelle Termine anerkannter Fortbildungen zur Pflanzenschutzsachkunde sind unter der oben genannten Internetadresse aufgeführt. Zusätzlich werden auch von den Informations- und Servicestellen des LfULG Veranstaltungen angeboten. Sachkundige Personen sind verpflichtet, innerhalb eines Dreijahreszeitraumes einen anerkannten Fortbildungslehrgang zu besuchen. Der erste Dreijahreszeitraum begann am 1. Januar 2013 und endet am 31. Dezember 2015 für  alle, die ihre Sachkunde vor dem 14. Dezember 2012 erworben haben („Altsachkundige“). Für alle anderen beginnt der Zeitpunkt mit der Bewilligung der Sachkunde beim Antragsverfahren Sachkundenachweiskarte. Dieses Datum ist auf der Karte vermerkt. Bis zum Ende eines Dreijahreszeitraumes müssen sich alle Sachkundigen weiterbilden, die Pflanzenschutzmittel aktiv anwenden, beraten oder abgeben (verkaufen). Wer keine Pflanzenschutzmittel einsetzt, benötigt keine Fortbildung. Die Sachkunde ruht dann, kann aber jederzeit über die Teilnahme an einer anerkannten Fortbildungsveranstaltung wieder aktiviert werden. Ein Verstoß gegen die Sachkundepflicht für Anwender, Berater und Händler ist bußgeldbewehrt.

Ansprechpartner zur Sachkundenachweiskarte: LfULG-Informations- und Servicestelle Rötha, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 04571 Rötha, Telefon-Sprechzeiten Di. und Do. 9–15 Uhr, Martina Schuster, Angelika Groß-Ophoff, Diana Hähle, Jens Aigner, Tel. (0 342 06) 589-15, -51, -22, -40, E-Mail: pflanzenschutzsachkunde@remove-this.smul.sachsen.de

Ansprechpartner zu Fortbildungen: Andreas Burkhardt, LfULG-Referat Berufliche Bildung, Tel. (03 51) 89 28-34 14, E-Mail: andreas.burkhardt@remove-this.smul.sachsen.de

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