Neue Form der Chinaseuche breitet sich aus

16.08.2016

Kaninchen beim Fressen © Sabine Rübensaat

Torgau. Das Landratsamt von Nordsachsen meldet eine verstärkte Ausbreitung der Chinaseuche (RHD) in Kaninchenbeständen des Landkreises. Kaninchenhalter hätten zuletzt einen starken Anstieg von Verlusten beklagen müssen, die auf Infektionen mit der Viruserkrankung zurückgehen. Nachgewiesen werde in diesem Jahr in ganz Sachsen verstärkt das neue RHDV-2-Virus. Das Virus wird sowohl über ­direkten Tierkontakt als auch über Insekten, Gegenstände, Futter, Kleidung des Halters oder Transportkäfige verbreitet. Halter sind aufgefordert, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Das Lebensmittel­überwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Nordsachsen verweist darauf, dass verendete Tiere möglichst über die Tierkörperbesei­tigungsanlage in Lenz zu entsorgen sind. Die Bekämpfung der Chinaseuche beim Hauskaninchen erfolgt im Wesentlichen durch eine frühe Impfung und strikte Hygiene. Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe schützen zwar effizient gegen die klassische Variante der RHD, jedoch nur bedingt gegen RHDV-2. Aufgrund der großen Nachfrage nach Impfstoffen gibt es derzeit Lieferengpässe. 

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