Milchmengen-Reduktionsprogramm läuft an

05.09.2016

© Karsten Bär

Wer weniger melkt, soll dies mit maximal 14 Cent je Kilogramm reduzierter Milchmenge gefördert bekommen.

Das sächsische Agrarministerium weist Milchviehhalter auf die Möglichkeit hin, am Mengenreduktionsprogramm der Europäischen Union (EU) teilzunehmen. Das Programm ist Bestandteil des zweiten EU-Hilfspakets. Es sieht vor, dass Erzeuger, die ihre Produktion an Kuhmilch über drei Monate lang reduzieren, eine Förderung von maximal 14 Cent je Kilogramm reduzierter Milchmenge erhalten können. Als Referenzwert wird die erzeugte Milchmenge des Vorjahreszeitraums angesetzt. Maximal förderfähig ist die Reduktion auf die Hälfte der Referenzmenge. Die Reduzierung muss mindestens 1500 Kilogramm betragen.

 

Beantragung über HIT-Datenbank

Festgelegt worden sind vier aufeinanderfolgende Reduktionszeiträume, die je drei Monate andauern. Für den ersten Zeitraum, von Oktober bis Dezember 2016, sind bis 21. September (12 Uhr) die Anträge zu stellen. Der behördliche Vollzug obliegt den Bundesländern. In Sachsen ist die Beantragung in einem Online-Verfahren über die HIT-Datenbank vorgesehen. Der online erzeugte Antrag ist ausgedruckt beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) einzureichen. Beizufügen sind  Belege über die Milchanlieferung im Referenzzeitraum sowie  vom Zeitraum Juli 2016 bis zum Stichtag der Antragsstellung.

Frist- und formgerecht eingereichte Anträge werden gleichermaßen berücksichtigt. Überschreitet die angebotene Reduzierungsmenge insgesamt den Wert von 1,07 Millionen Tonnen  wird durch die EU ein Kürzungskoeffizient ermittelt, der den Antragstellern mitgeteilt wird. Der Antragsteller kann danach entscheiden, ob er die Reduktion zum errechneten Fördersatz durchführen möchte oder nicht.

 

Belege bereithalten

Die Beantragung der Förderung erfolgt durch den Milcherzeuger bis spätestens 45 Tage nach Ablauf des Reduktionszeitraums. Die Reduktion um die beantragte Menge muss durch Belege nachgewiesen werden. Wird die vereinbarte Mengenreduktion nicht erreicht, wird der Förderbetrag gestaffelt reduziert.

Das Agrarministerium rät interessierten Milcherzeugern, die für die Beantragung benötigten Milchgeldabrechnungen bereitzuhalten oder sich von Molkerei oder Erzeugergemeinschaft noch einmal schriftlich bestätigen zu lassen. Weiter wird empfohlen, den aktuellen Stand der Umsetzung des Programms ins Sachsen im Internet (http://www.smul.sachsen.de/foerderung/) täglich zu verfolgen.

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