Messe RegioForst in Chemnitz beendet

27.03.2018

© Karsten Bär

Beim Messerundgang machte Staatssekretär Pfeil (r.) auch Halt am Stand des Unternehmens wald-wird-mobil.de, das insbesondere Kleinwaldbesitzern digitale Lösungen offeriert.

Die Messe RegioForst in Chemnitz hat am vergangenen Wochenende einen gelungenen Start hingelegt, der Aussteller und Besucher gleichermaßen überzeugte. Auf dem Messegelände präsentierten 62 Aussteller eine große Auswahl an Technik für den Forstbetrieb, Dienstleistungsangebote sowie Technologien zur Energiegewinnung aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Rund 3.000 Menschen besuchten die erste Auflage der neuen regionalen Forstmesse, wie der Veranstalter European Green Exhibitions GmbH (E.G.E.), mitteilt.


Dass es in Sachsen wieder eine regionale Forstmesse gibt, freue ihn, so der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Pfeil, in seiner Eröffnungsrede am Freitag. Zudem sei die Entscheidung für den Standort Chemnitz eine gute. „Wir haben nicht nur die Nachbarschaft zu den waldreichen Regionen, sondern auch eine Vielzahl an Akteuren aus der Forst- und Holzwirtschaft. Und welches Potenzial dahinter steckt, zeigt eine Untersuchung des Thünen-Instituts, die dokumentiert, dass in den 6.000 sächsischen Unternehmen fast 48.000 Menschen beschäftigt sind und die Betriebe einen Umsatz von 3,5 Mrd. € erwirtschaften.“


Pfeil betonte, dass die Messe auch Chancen für die Nachwuchsgewinnung biete. Den Beweis trat der von Vertretern der Technischen Universität Dresden, der Fachhochschule Erfurt und vom Staatsbetrieb Sachsenforst organisierte „ForstKarriere-Tag“ an, der am Sonntag umfassende Informationen zu den beruflichen Perspektiven in der Forstwirtschaft bot und viele interessierte Schüler, Schulabgänger und Studenten anzog. „Das zeigt uns, dass das Interesse an einem Forstberuf nach wie vor groß ist“, so Prof. Dr. Jörn Erler, Leiter der Professur Forsttechnik und Studiendekan Forst an der TU Dresden.


Für ein gutes Podium, die Ergebnisse der eigenen Arbeit zu Arbeitsicherheit, Umweltschutz und Verfahrenstechnik auf regionaler Ebene zu präsentieren, hält als Partner der Messe das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) die RegioForst. Waldarbeit erlebe einen Boom, was vor allem der wachsenden Beliebtheit des Brennstoffs Holz zu verdanken sei, sagte Prof. Dr. Ute Seeling, geschäftsführende Direktorin des KWF. Auf der RegioForst könne man sowohl Profis als auch die Holz-Selbstwerber ansprechen.


Viele anspruchsvolle fachliche Informationen bot das Rahmenprogramm den Messebesuchern. Hier war es vor allem der Sächsische Waldbesitzerverband, der sich mit viel Engagement einbrachte. „Die Resonanz auf unsere Vorträge und Podiumsdiskus­sionen hat gezeigt, dass das Thema Wald in jeder Hinsicht aktuell ist“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Marcel Nowack.
Als Magnet für hunderte Zuschauer erwies sich darüber hinaus die 14. Sächsische Waldarbeitermeisterschaft am Sonnabend und Sonntag mit 37 Teilnehmern aus zehn Bundesländern und Tschechien.


Zufrieden mit dem Verlauf der ersten RegioForst zeigte sich dann auch E.G.E.-Geschäftsführer Hans-Dieter Lucas: „Wir sind zuversichtlich, dass sich die RegioForst hier in Chemnitz etablieren wird und zu einem beliebten Treffpunkt der Forstbranche im Herzen Sachsens wird.“

Die Waldarbeitermeisterschaft ist Thema in der nächsten Ausgabe der Bauernzeitung, Heft 14/2018.

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