LKV passt Gebührenordnung an

06.04.2016

© Karsten Bär

Mehrheitlich für neue Gebührenordnung: Im Gegensatz zur Satzungsänderung fand die MLP-Gebührenanpassung die notwendige Mehrheit in der Hauptversammlung.

Die Gebühren, die der Sächsische Landeskontrollverband (LKV) bisher für die Milchleistungsprüfung (MLP) erhob, sind weder wirtschaftlich und noch zukunftsfähig – dieser Meinung von Geschäftsführung und Vorstand schloss sich auf der Hauptversammlung des LKV in Groitzsch eine Mehrheit der anwesenden  Mitglieder an. Ab 1. Januar 2017 soll nach dem Willen der Hauptversammlung die neue Gebührenordnung für die MLP bzw. die prüfung von Merkmalen der Gesundheit und Robustheit von Nutztieren (GERO)  in Kraft treten, die sich anders als die alte Gebührenordnung an den tatsächlichen Kosten innerhalb bestimmter Größenklassen orientiert.

 

Kostengünstige Alternativen

 

Angeboten wird überdies künftig eine ganze Reihe verschiedener Prüfvarianten, durch die die Betriebe in die Lage versetzt werden, kostengünstigere  Alternativen zu wählen, so dass im Prinzip auf fast keinen Betrieb Mehrkosten zukommen müssten, wie LKV-Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Hilger erklärte. Die Auswahl des gewünschten Prüfverfahrens kann bis 1. September geschehen, die Aktivierung erfolgt dann zum Jahreswechsel.

 

Keine Mehrheit für Satzungsänderung

 

Reichte für die Änderung der Gebührensatzung die einfache Mehrheit der Stimmen, hätte es für die Änderung der Satzung des Verbandes einer Dreiviertelmehrheit bedurft. Doch die kam während der Hauptversammlung nicht zusammen, nachdem sehr lebhaft über die vom Vorstand vorgeschlagenen Änderungen diskutiert worden war. Der Entwurf sah unter anderem vor, die Besetzung des Vorstandes zu ändern, den Beirat in den Vorstand zu überführen und den Verband auch für Mitglieder aus anderen Bundesländern zu öffnen. Besonders kritisch hinterfragt wurde von einigen Mitgliedern die Regelung zur Überführung des Verbandsvermögens nach einer eventuellen Auflösung. Bislang begünstigte die Satzung den Freistaat Sachsen; der Vorstand wollte stattdessen einen zu diesem Zweck gegründeten „Verein zur Förderung der tierischen Erzeugung in Sachsen“ einsetzen – „damit das Geld bei den Bauern bleibt“, wie es LKV-Vorsitzender Jan Gumpert ausdrückte.

 

Offenkundig hält der Vorstand an seiner Absicht, die Satzung zu reformieren, fest. Man wolle den Mitgliedern das Anliegen noch einmal und gründlicher erklären, dann erneut darüber abstimmen lassen, hieß es.

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