Lipsia-Bundesschau für Rassegeflügel abgesagt

16.11.2016

Geflügel: Deutscher Sperber © Sabine Rübensaat

Nach der Verordnung einer landesweiten Stallpflicht für Geflügel durch das Sozialministerium haben sich nun weitere Konsequenzen aus dem aktuellen Auftreten der Geflügelpest in Sachsen ergeben. Am Dienstag teilte die Stadt Leipzig mit, dass sie die bereits erteilten Genehmigungen für die Durchführung der traditionsreichen 120. Lipsia-Bundesschau und die 98. Deutsche Rassegeflügelschau „Nationale“ sowie die angeschlosssene 53. Bundesjugendschau aus Sicherheitsgründen widerrufen hat. Damit wolle man einer möglichen Ausbreitung des H5N8-Virus entgegentreten. Seitens des Veranstalters, dem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein 1869 e.V., werde die Gefahrenlage ähnlich eingeschätzt, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Geflügelschau, an der sich Rassegeflügelzüchter aus ganz Deutschland sowie teils auch aus dem Ausland beteiligen, sollte vom 2. bis zum 4. Dezember auf der Neuen Messe in Leipzig stattfinden.

 

Der erste Fall von Geflügelpest in Sachsen wurde am vergangenen Wochenende bei einer Reiherente festgestellt, die tot am Cospudener See bei Leipzig aufgefunden worden war. Daraufhin wurden rund um den Fundort ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsbezirk eingerichtet, innerhalb derer Restriktionen herrschen. Davon sind auch zahlreiche Ortsteile der Stadt Leipzig betroffen. „Erneute Wildvogelfunde lassen die Ausdehnung dieser tierseuchenrechtlichen Maßnahmen auf weitere Ortsteile der Stadt Leipzig befürchten“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Leipzig.

 

Seitens des Leipziger Rassegeflügelzuchtvereins 1869 e.V. bittet man die Aussteller um Verständnis für die Maßnahme, bei der Schadensbegrenzung im Vordergrund stehe. Man hoffe darauf, Aussteller und Besucher im kommenden Jahr wieder begrüßen zu können. Für die diesjährige Schau waren wieder fast 41.000 Tiere angemeldet worden.

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