Leipziger Societät widerspricht Agrarstudie der Grünen

10.06.2015

© Karsten Bär

Prof. Helmut Klüter (l.) und der agrarpolitische Sprecher der sächsischen Grünen-Landtagsfraktion, Wolfram Günther, bei der Vorstellung der Studie Ende Januar in Dresden.

Die Leipziger Ökonomische Societät hat mit ihrer jüngsten Veröffentlichung „Sachsen – mit oder ohne Agrarindustrie?“ (Heft 24) zu den Thesen des Greifswalder Geografieprofessors Helmut Klüter Stellung genommen. Im Auftrag der sächsischen Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hatte Klüter die Landwirtschaft Sachsens mit der anderer Bundesländer verglichen und den Schluss gezogen, die von großen Agrarbetrieben dominierten Strukturen im Freistaat würden zu weniger Bruttowertschöpfung führen sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Nachteile mit sich bringen. Dessen Studie zeuge jedoch von wenig Verständnis der historischen und ökonomischen Sachverhalte in der ostdeutschen Landwirtschaft, so der Agrarökonom und Leiter der Arbeitsgruppe Landwirtschaft in der Leipziger Societät, Dr. Eberhard Schulze. In seiner Veröffentlichung weist Schulze unter anderem nach, dass Klüter wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen unberücksichtigt ließ und fehlerhafte Belege heranzog, um große Tierhaltungsanlagen als Verursacher für das Auftreten von multiresistenten Keimen zu identifizieren. 

 

 

Die Veröffentlichung der Leipziger Ökonomischen Societät kann über den Autor (Tel. 03 41/2 41 17 74) bezogen werden.

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