LAGIL: Kein Mangel an Ideen

29.07.2014

© SLB

Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft wollen die Kommunikation zwischen Imkern und Landwirten weiter verbessern.

Schon in der Vergangenheit pflegten Sachsens Bauern und Imker bei verschiedensten Projekten einen guten Austausch miteinander. Diese Zusammenarbeit fand bereits in der Mitgliedschaft des Landesverbandes Sächsischer Imker (LVSI) im Sächsischen Landesbauernverband (SLB) ihren Widerhall. Ein weiterer Kooperationsschritt erfolgte unlängst mit der Gründung der „Landesarbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft“ (LAGIL).  Ziel der LAGIL ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten in Sachsen zum Schutz von Bienen und Wildinsekten und damit zur Sicherung und Steigerung der Erträge in der Landwirtschaft sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt weiter zu verbessern.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein Schwerpunkt

Der LVSI und der SLB haben sich darauf verständigt, jeweils fünf bis sechs Personen für eine Mitarbeit in die LAGIL zu entsenden. Seitens der Imkerei sind das Steffen Reuter (Auerbach), Renate Linke (Borthen), Tino Lorz (Dresden), Jürgen Neudel (Adorf/V.), Andreas Höfer (Grimma) sowie aufseiten der Landwirtschaft Manfred Uhlemann (Pesterwitz), Jörg Hempel (Saupsdorf), Dr. Michael Ruscher (Langenreichenbach), Udo Jentzsch (Röhrsdorf) und Andreas Jahnel (Glashütte). Weitere Mitglieder sind Dr. Manfred Golze (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) sowie Christhard Lägel (TAS Burgstädt, Pflanzenschutzdienstleister).

Schon nach der ersten gemeinsamen Sitzung zeigte sich, dass an Themen und Ideen kein Mangel herrscht. Die Öffentlichkeitsarbeit zum Bienen- und Insektenschutz hat sich dabei als ein Schwerpunkt herauskristallisiert. Weiterhin wurde über einen Kriterienkatalog diskutiert, mit dessen Hilfe Betriebe für ihr Engagement für den Bienenschutz ausgezeichnet werden können. Damit sich Landwirte die Auszeichnung „Betrieb der vorbildlichen Landbewirtschaftung zum Schutz von Bienen und Wildinsekten“ auch verdienen können, steht an erster Stelle jedoch die notwendige Wissensvermittlung.

Auf das Wissen kommt es an

So sollen zum Beispiel Handreichungen zum Bienen- und Insektenschutz bei Pflanzenschutzmaßnahmen erarbeitet werden und der Bienen- und Insektenschutz allgemein in die Bildung integriert werden. Dazu gehören die Fortbildung „Sachkunde Pflanzenschutz“, die Lehrlingsausbildung zum Landwirt, die Fachschul- und Meisterausbildung sowie die Nutzung des Lehrbienenstandes in Köllitsch für die Ausbildung.  Hinzu kommen gemeinsame jährliche Beratungen, vorzugsweise im Januar oder Februar, zwischen Imkerverbänden und Regionalbauernverbänden zum Thema des praktischen Bienenschutzes, die Mitarbeit der Imker im SLB-Fachausschuss Getreide und die Erarbeitung einer sächsischen Informationsbroschüre nach dem Beispiel Hessens („Landwirte und Imker in Partnerschaft“). Als praktische Vor-Ort-Maßnahmen wurde angeregt, Bienen- und Insektenweiden als Ausgleichsmaßnahmen stärker einzubringen und diese auf kommunalen Grünflächen anzulegen. Ebenfalls ein Thema könnte die Förderung der Bienenhaltung durch eine staatliche Halterprämie sein.

Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder der LAGIL wollen sich zwei- bis dreimal im Jahr treffen, um über das Erreichte zu berichten und neue Aufgaben in Angriff zu nehmen. Die Funktion eines Schiedsgerichtes übernimmt die LAGIL jedoch nicht.

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