Kartoffelernte

20.09.2012

© Sabine Rübensaat

Sachsens Kartoffelerzeuger rechnen mit einer durchschnittlichen Ernte und guten Qualitäten. Seit Ende Juli wurden die Frühkartoffeln gerodet, am 10. August begann die Haupternte, die nun in vollem Gange ist und gegen Ende September abgeschlossen sein wird. „Wir haben einen normalen Ablauf, es gibt nichts Außergewöhnliches zu berichten“, schildert Arianne Weiß, Geschäftsführerin des Sächsischen Qualitätskartoffelverbandes, die Situation. Es gebe weder übergroße Fäulebelastung und noch übermäßigen Durch- oder Kindelwuchs. Lediglich regional habe es auf einzelnen Schlägen Probleme wegen aufgetretener Starkniederschläge gegeben. Die durchschnittlichen Ernteaussichten gehen einher mit auskömmlichen Preisen, die zwischen 13 und 16 €/dt und somit höher als im Vorjahr liegen. Damit bestehe für die Anbauer die Chance, kostendeckend zu produzieren. Für den Verbraucher wird der moderate Erzeugerpreisanstieg nur wenig Auswirkungen haben.


Gesunken ist gegenüber dem Vorjahr jedoch erneut die Anbaufläche für Kartoffeln in Sachsen. Sie liege mit insgesamt 6.800 ha erstmals unter 7.000 ha, so Arianne Weiß. „Der Rückgang ging vor allem zulasten der Stärkekartoffeln, aber auch Speisekartoffelerzeuger haben aufgegeben.“ Rund 1.000 Kartoffelanbauer gibt es im Freistaat, die meisten von ihnen bauen Kartoffeln nur auf Kleinstflächen an.


Im Vertragsanbau für „Erdäpfel aus Sachsen“, die Premiummarke der sächsischen Erzeuger und Verarbeiter, waren in diesem Jahr 1.800 ha Anbaufläche, wobei aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen nicht die gesamte Erntemenge dieser Fläche als „Erdäpfel aus Sachsen“ vermarktet werden kann. Die Mehraufwendungen der Vertragsanbauer – etwa für einen optimierten Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, die Verwendung anderer Sorten und höhere Qualitätsparameter der Ware – werden mit einem Aufschlag von 5 €/dt vergütet. BZ

 

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