Kampagne zum Schutz der Ackerwildkräuter

28.05.2018

© Sabine Rübensaat

Einst gehörten sie fest zur Kulturlandschaft, heute zählen Ackerwildkräuter zu den gefährdetsten Pflanzenartengruppen überhaupt. Unter dem Motto „Man kann nur schützen, was man kennt!“, hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) daher eine Kampagne zum Schutz der Ackerwildkräuter gestartet. Sie soll zum einen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf diese oft als Unkraut verschmähten Pflanzen lenken und zum anderen zum Mitmachen animieren. Besonderes Augenmerk soll dabei dem Feldrittersporn zuteilwerden.


Das leichte Erkennen von Ackerwildkräutern wird mit einem handlichen Bestimmungsfächer ermöglicht, den das LfULG jetzt herausgegeben hat. Mit diesem Hilfsmittel können Familien oder Schulklassen entlang von Feldrainen Ackerwildkräuter bestimmen. Bewusst enthält der Fächer Arten, die noch nicht zu den seltensten gehören, sodass sie – abhängig vom Standort – in den Randbereichen der Äcker noch auffindbar sein müssten. Der Fächer „Ackerwildkräuter – Bestimmungshilfe“ – kann kostenlos beim Publikationsversand des Freistaates bestellt werden.


Speziell für den Feldrittersporn ruft das LfULG zu einer Mitmachaktion auf: Die Art steht in Sachsen als gefährdet auf der Roten Liste. Insbesondere im Erzgebirge, in Mittelsachsen und östlich der Elbe gibt es seit Beginn des 21. Jahrhunderts nur noch wenige Funde. Wer ihn entdeckt, wird gebeten, den Fund zu melden. Für den sachsenweiten Meldeaufruf hat das Landesamt eine Internetseite eingerichtet, auf der sich alle Interessierten informieren können. Das LfULG weist darauf hin, dass bewirtschaftete Flächen während ihrer Nutzzeit nicht betreten werden dürfen.



Mehr im Internet:
www.natur.sachsen.de/feldrittersporn 

www.publikationen.sachsen.de

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