Kalkung des Bodens

27.07.2015

© Sabine Rübensaat

Die Kalkung des Bodens erfolgt am besten nach der Ernte auf die Getreidestoppel.

Der optimale pH-Wert des Bodens ist von großer Bedeutung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und damit für die Wirtschaftlichkeit des Pflanzenbaus.  Je nach Bodenart und Humusgehalt sind unterschiedliche Optimalbereiche definiert.


Um die bestmögliche Verfügbarkeit der Makro- und Mikronährstoffe zu gewährleisten und um die Voraussetzung für eine hohe Nährstoffeffizienz und eine ausgeglichene Ernährung der Kulturpflanzen zu schaffen, ist die pH-Klasse C anzustreben. Im Jahr 2014 lagen jedoch nur ca. 52 % der sächsischen Ackerflächen in dieser optimalen pH-Klasse. Insbesondere in den höheren Mittelgebirgslagen des Freistaates, wo ca. 77 % der Ackerböden die pH-Klassen A und B aufweisen, muss der Kalkversorgungszustand verbessert werden. Eine Auswertung von Bodenuntersuchungen 17 729 sächsischer Praxisflächen in den Jahren 2005, 2008 und 2013 ergab, dass in der pH-Klasse A mit einem Minderertrag von 12 % zu rechnen ist, in pH-Klasse B von 5 %. Dabei waren die größten Ertragseinbußen durch nicht optimale pH-Werte beim Winterroggen zu verzeichnen. Zu hohe pH-Werte wirken sich der Auswertung zufolge ebenfalls negativ auf den Ertrag aus, wenn auch in geringerem Maße.


Die Ermittlung des standort- und schlagspezifischen Kalkdüngungsbedarfs erfolgt mit der VDLUFA-Methode (siehe Düngebedarfs- und Bilanzierungsprogramm BEFU). Weitere Informationen enthält unter anderem die Broschüre „Umsetzung der Düngeverordnung“, die 2007 von der damaligen Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) herausgegeben wurde. Grundlage für die Bemessung des richtigen Kalkbedarfs ist die schlagspezifische Bodenuntersuchung alle drei bis vier Jahre.


Die Kalkung der Ackerflächen erfolgt am besten nach der Ernte auf die Getreidestoppel vor einer folgenden Bodenbearbeitung. Ammoniumhaltige Dünger sollten nicht zeitnah zum Kalk ausgebracht werden, da sonst die Gefahr einer erhöhten Ammoniakfreisetzung besteht. Düngekalke müssen den Mindestanforderungen der Düngemittelverordnung entsprechen. Sie werden mit stark voneinander abweichenden Inhaltsstoffen und Qualitätseigenschaften angeboten. Qualitätssiegel, wie beispielsweise das DLG-Qualitätssiegel für Düngekalk, bieten bei der Auswahl des Produktes eine gute Orientierung.

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