Initiative „simul+“ gestartet

25.08.2016

© Karsten Bär

Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung, Landwirtschaft und Wirtschaft kamen beim Zukunftsforum zusammen.

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat gestern (24. August) in Radebeul mit einem Zukunftsforum die Initiative „simul+“ gestartet. Damit wurde der Startschuss für eine Reihe von Veranstaltungen und Vorhaben gegeben, mit denen Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Industrie, Verwaltung und Landwirtschaft zusammengebracht werden sollen, um gemeinsam innovative Projekte voranzutreiben. „Das Forum bietet den beteiligten Akteuren eine Plattform für ihre Ideen sowie die Gelegenheit zum Ausbau ihres Netzwerkes“, sagte Minister Thomas Schmidt in seiner Auftaktrede. Angesichts der Komplexität vieler Themenfelder sei es nötig, mehr als bisher fachübergreifend zu arbeiten. Auch der zunehmenden Ideologisierung der Diskussion gerade um Fragen der Landwirtschaft wolle man mit der Initiative etwas entgegensetzen.

 

Während des Zukunftsforums wurden in Impulsvorträgen bereits in Sachsen in Angriff genommene Innovationen bzw. daraus resultierende Geschäftsideen präsentiert. So schilderte Prof. Dr. Gerhard Fettweis, Inhaber der Vodafone Stiftungsprofessur für Mobile Nachrichtensysteme an der Technischen Universität Dresden, die Bemühungen zu Aufbau und Etablierung des neuen Mobilfunkstandards 5G, der eine vollautomatische Fernsteuerung von Geräten in Echtzeit ermöglicht – und „auch in der Landwirtschaft alles auf den Kopf stellen wird“, wie Fettweis zu verstehen gab.

 

Möglichkeiten, wie die Überführung innovativer Ideen in Geschäftsmodelle finanziert werden können, schilderte der Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen, Markus H. Michalow. Ergänzend erläuterte Carsten Gieseler vom Unternehmen fodjan, das eine neuartige Software zur Futterrationsberechnung anbietet, welchen Weg sein junges Startup zu nehmen hatte.

 

Vorgestellt wurden im Weiteren verschiedenen Unternehmen und Projekte aus dem Agrar- und Umweltbereich, so die AgriCon GmbH, die Precision-Farming-Lösungen anbietet, die „Cloud & Heat“ GmbH, die die Serverabwärme aus Rechenzentren zur Nutzung bereitstellt, die Evonnta Technology GmbH, die derzeit eine Methode zur Geschlechtsbestimmung von Küken noch im Ei zur Marktreife bringt, und ein Forschungsvorhaben zu Mikroschadstoffen im Abwasser, das Prof. Dr. Peter Krebs von der TU Dresden erläuterte.

 

Unter anderem mit drei Werkstatt-Veranstaltungen soll in diesem Jahr die Vernetzung der Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft vorangetrieben werden. In die Initiative reiht sich auch ein Vorhaben ein, dass von der IAK Consulting GmbH Leipzig und den AgroSax Landtechnik e.V. in Leben gerufen und von der agra Veranstaltungs GmbH aufgegriffen wurde: Ein „agra Zentrum für Innovationen“ auf der im kommenden Jahr stattfindenden mitteldeutschen Landwirtschaftsmesse soll als Plattform für die Präsentation von innovativen Forschungsthemen, Konzepten und Produkten dienen.

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