Herdenschutz: Landesweite Förderung

16.02.2015

© Sabine Rübensaat

Herdenschutzhund: Pyrenäenberghund

Dresden. Mit dem Start der neuen Förderperiode werden in Sachsen künftig Schutzmaßnahmen für Nutztiere gegen Wolfsangriffe flächendeckend gefördert. Damit trage man der erwarteten weiteren Ausbreitung des Wolfes im Freistaat Rechnung, teilt das Agrarministerium mit. Zugleich wurden die Fördersätze von 60 % auf 80 % der Nettokosten angehoben. Grundlage für die Förderung ist die Richtlinie Natürliches Erbe (RL NE/2014). Unterstützt werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterbändern und Herdenschutzhunden sowie die Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern. Die Maßnahmen sind Voraussetzung für einen staatlichen Ausgleich, falls es zu Schäden an Nutztieren infolge von Wolfsangriffen kommt. In den Gebieten, in denen die Förderung neu angeboten wird, haben Nutztierhalter ein Jahr Zeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Bis dahin erhalten sie auch dann einen Schadensausgleich, wenn der vorgeschriebene Schutz noch nicht vorhanden war. In den Förderzentren Kamenz, Wurzen und Zwickau des Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erhalten Nutztierhalter Beratung zur Förderung.

Über die staatliche Förderung hinaus hat sich die Heinz Sielmann Stiftung für zunächst zwei Jahre bereit erklärt, mobile Präventionsmaßnahmen der Nutztierhalter mit weiteren 20 % zu unterstützen. Nutztierhalter können diese Hilfe über den Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband beantragen.

Mehr im Internet: www.smul.sachsen.de/RichtlinieNE

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