Gut für Berufsnachwuchs gesorgt

10.10.2017

© Karsten Bär

Ausgezeichnet wurden die besten Ausbildungsbetriebe Sachsens im Rahmen der Erntekronen-Gala beim Landeserntedankfest in Burgstädt. Insgesamt sind sieben Ausbildungsstätten geehrt worden.

Fachkräftesicherung – eine Schlüsselfrage für die Zukunftsfähigkeit der Agrarbranche. Beachtung fand das Thema auch am vergangenen Wochenende beim Landeserntedankfest in Burgstädt. Und das nicht nur, weil landwirtschaftlicher Berufsnachwuchs aus ganz Europa bei den 2. AgrOlympics im Rahmen dieses Festes in den beruflichen Wettstreit ging. Auch jene, die die Ausbildung der Fachkräfte realisieren, standen im Mittelpunkt. Wie bereits vor zwei Jahren wurde das Landeserntedankfest wieder genutzt, um die besten Ausbildungsbetriebe auszuzeichnen, die sich im Rahmen der Initiative „Bester Ausbildungsbetrieb in den Grünen Berufen“ des Berufsbildungsausschusses beworben haben.


Vergeben werden konnten drei dritte Plätze. Zwei der Auszeichnungen gingen an Ausbildungsstätten des Staatsbetriebes Sachsenforst – an die Ausbildungsstätte Flöha, Forstbezirk Chemnitz, und die Ausbildungsstätte Leu­poldishain, Forstbezirk Neustadt. Für die Ausbildungsstätte Flöha hob Laudator Dr. Dieter Heider vom Berufsbildungsausschuss die umfassenden Ausbildungsmöglichkeiten von der Samendarre bis zur Werkstatt sowie das mehrjährige Naturschutzprojekt „Tanklager Chemnitz“ hervor. Die noch sehr junge und modern ausgestattete Ausbildungsstätte Leupoldishain zeichne sich dadurch aus, dass neben der forstlichen Arbeit auch der Umgang mit Besuchern des Nationalparks Sächsische Schweiz geübt wird. Ein weiterer dritter Platz ging an die Agrar-GmbH „Am Stromberg“ Gröditz aus Weißenberg, in der, so Heider, nach einem langfristig vorbereiteten Generationenwechsel ein junges Team die Geschäftsführung innehat. In der Ausbildung setzt man auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Handarbeit und moderner Technik sowie auf den Ausbildungsverbund Bautzen.


Die Auszeichnung für den zweiten Platz nahmen Jan Gumpert und Kathleen Haubold von der Agraset Naundorf eG aus Erlau und Oliver Schmidt von der Agrargenossenschaft Ebersbach aus den Händen von Agrarminister Thomas Schmidt entgegen. Bei Agraset stehe das Thema Ausbildung an vorderer Stelle, erklärte  Heider. Mit Kathleen Haubold habe man eine engagierte Ausbilderin im Betrieb. Eine Besonderheit sei das Enten- und Gänseprojekt, bei dem Azubis eigenverantwortlich Enten und Gänse von der Aufzucht bis zum Verkauf betreuen. Auch benachteiligte Jugendliche erhalten eine Chance auf einen Berufsabschluss. Durch ein breites Spektrum ist die Ausbildung bei der Agrargenossenschaft Ebersbach geprägt. Durch Kooperation mit anderen Betrieben lernen die Lehrlinge auch andere Betriebsstrukturen und Betriebszweige kennen. Der Betrieb verfolge das Ziel, allen Azubis zu einem guten Abschluss zu verhelfen und unterstütze sie entsprechend. Nach Abschluss der Lehre besteht die Möglichkeit, im Betrieb zu verbleiben.


Der Titel „Bester Ausbildungsbetrieb“ ging an einen Landwirtschafts- und einen Gartenbautrieb. Für die Grüne Landschaft GmbH aus Tharandt, OT Großopitz, nahm Georg Kahsnitz die Auszeichnung entgegen. Das Unternehmen habe das erklärte Ziel, „junge Menschen für unseren tollen, vielseitigen Beruf zu begeistern“, zitierte Heider. Auszubildenden wird bereits frühzeitig Verantwortung übertragen, vermittelt wird die gesamte Bandbreite an Arbeit im Garten- und Landschaftsbau. Seitens der Auszubildenden wird die hohe soziale Kompetenz der Betriebsleitung geschätzt.


Für die  Agrarproduktion „Elsteraue“ GmbH & Co. KG aus Zwenkau betraten Geschäftsführer Marc Büchner und Landwirt-Auszubildender Richard Landgraf die Bühne zur Ehrung. Respektvoller Umgang, kurze Entscheidungswege und ein hohes Maß an Eigenverantwortung, das den Azubis übertragen wird, zeichnen die Ausbildung in diesem Betrieb im Leipziger Südraum aus. Durch den Geschäftsführer Marc Büchner wurde die Gründung des Ausbildungsverbundes „Fachkräfteallianz Leipziger Land“ vorangetrieben, in dem seit Jahresmitte fünf Agrarunternehmen zusammenarbeiten.


„Die hiesigen Landwirtschaftsbetriebe stehen bereit, junge Leute auszubilden. Sie sichern abwechslungsreiche Tätigkeiten und eine Ausbildung in Heimatnähe zu“, sagte Minister Schmidt zur Auszeichnung der Ausbildungsbetriebe. Insbesondere die Preisträger verdeutlichten das hohe Ausbildungsniveau in den Grünen Berufen in Sachsen.

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