Grüne Woche mit 35 Ausstellern

17.01.2018

© Volkmar Heinz

Mit einem Korb voller sächsischer Spezialitäten in der Hand warfen vergangene Woche in „Gündels Kulturstall“ in Reichenbach Ulrich Gündel, die Sächsische Ernteprinzessin Dominique Hörkner, die 1. Vogtländische Kartoffel­prinzessin Selina Kohl und Minister Thomas Schmidt (v. l.) einen Blick voraus auf den Sachsen-Auftritt in Berlin.

Eine Presskonferenz mit Volksmusik-Einstieg – im Vogtland ist sowas möglich. Und irgendwie passte es sogar, denn es ging um den Auftritt Sachsens auf der Internationalen Grünen Woche (IGW), der weltgrößten Ernährungsmesse. Dort soll vom 19. bis 28. Januar nicht nur für die Ernährungswirtschaft des Freistaates, sondern auch dessen Tourismus geworben werden. Als Partnerregion steht diesmal das Vogtland im Rampenlicht, weshalb die Journalisten nach Reichenbach in „Gündels Kulturstall“ geladen waren.


„,Sachsen genießen‘ ist auch 2018 unser Motto“, so Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. „Was in der Heimat gewachsen ist, geerntet und verarbeitet wurde, genießt bei den Verbrauchern großes Vertrauen. Die sächsische Land- und Ernährungswirtschaft wird aber nicht nur in Sachsen geschätzt, sondern auch außerhalb der Grenzen des Freistaates.“


Auf etwa 1.700 Quadratmetern werden sich in der Halle 21b unter dem Funkturm 35 sächsische Unternehmen und Verbände – teilweise mit mehreren Unterausstellern – vorstellen. Am Messestand „Moderne Landwirtschaft“ können sich Besucher über Branchentrends informieren. Das Interesse an diesem Angebot soll entscheiden, inwieweit es auf kommenden Veranstaltungen ausgeweitet wird. Sechs Aussteller sind im Jahr 2018 erstmals ­dabei, darunter die Kir­schauer Aquakulturen GmbH, der Verein Direktvermarktung in Sachsen und der Tourismusverband Vogtland. Der unmittelbare Kontakt zum Verbraucher spielte auch auf der Pressekonferenz eine Rolle. So wurde der druckfrische Überblick „Qualität direkt vom Hof 2018“ des Direktvermarktung in Sachsen e.V. präsentiert; der Tourismusverband warb für den geplanten Katalog  „Hof und Handwerk – typisch Vogtland“.


In den 370 Betrieben der sächsischen Ernährungswirtschaft sind aktuell rund 20.250 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz der Branche lag im Jahr 2017 bei etwa 5,8 Mrd. € (2016: 5,3 Mrd.). Umsatzsteigerungen gab es, beeinflusst auch von den Preisen, vor allem in der Milchverarbeitung (+ 32 %), aber auch in der Back- und Teigwarenherstellung sowie der Schlachtung/Fleischverarbeitung. Wachstum war im Jahr 2017 ebenfalls beim Export zu verzeichnen. Der Auslands­umsatz der sächsischen Nahrungs-, Futtermittel- und Getränkebetriebe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 26 %. Die Exportquote stieg von 11,6 auf 13,3 %, biete aber, so der Minister „… Luft nach oben“. Die wichtigsten Märkte für sächsische Produkte waren 2017 Italien, Polen, die Niederlande, Tschechien, China, Großbritannien, Spanien und Frankreich. Seit dem Jahr 1991 investierte die sächsische Ernährungswirtschaft mehr als 5 Mrd. €. Diese Investitionen wurden mit rund 970 Mio. € durch den Freistaat unterstützt.


Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Verkostung von für das Vogtland typischen Kartoffelsorten. Der Obstsaft kam allerdings vom Rhein … 

 

 

 

Sachsentag auf IGW:
Als diesjährige Partnerregion präsentiert sich beim Sachsentag auf der IGW am Montag, dem 22. Januar, das Vogtland mit Kunst, Kultur und Kulinarik. Agrarminister Thomas Schmidt eröffnet um 12 Uhr den Ländertag und absolviert anschließend seinen Rundgang. 

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