Grüne Woche 2018: Essen, Trinken, Volksmusik

24.01.2018

© Karsten Bär

Für kulinarische Genüsse aus Sachsen und dem Vogtland warben beim Sachsentag auf der Grünen Woche in Berlin auf der Bühne Landrat Rolf Keil, Stefanie Hertel und Minister Schmidt, unterstützt von diversen Hoheiten.

Wer einmal dort war, weiß es genau: Das „Vuchtland is so wunnerschie“. Und wer es noch nicht wusste, dem half am Montag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) eine der bekanntesten Vogtländerinnen auf die Sprünge. Mit dem Schlager- und Volksmusiksternchen Stefanie Hertel („Mein Vogtland – Mei Haamit“) präsentierte sich das Vogtland, die diesjährige Partnerregion für den Sachsentag auf der IGW, in Halle 21b in Berlin. Wie es sich für die Grüne Woche gehört, ging es beim Interview auf der Bühne auch ums Essen. Sie sei zwar seit 20 Jahren Vegetarierin, doch die vogtländische Küche halte auch für diese Art der Ernährung viel bereit, meinte Stefanie Hertel und erzählte von „Ardeppelkuchn“ (Kartoffelkuchen) oder „Bambes“ (Kartoffelpuffer). Dass sich der Startgast beim Sachsentag als Anhängerin der fleischlosen Ernährung offenbarte, kam indes – hinter vorgehaltener Hand geäußert – nicht bei allen Vertretern der sächsischen Ernährungsbranche an.

 

Wunschmarkt China


Hier ein Häppchen, da ein Schlückchen – auch der traditionelle Rundgang von Agrarminister Thomas Schmidt fand wieder statt und führte zu einer Auswahl unter den 35 ausstellenden Unternehmen und Verbänden, die teils wiederum von Unterausstellern unterstützt wurden. Er freue sich über den Kontakt zu den Unternehmen der Ernährungswirtschaft, sagte der Minister. 370 Unternehmen (Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten) werden lautet Statistik unter dieser Branche subsummiert, doch Schmidt zählt auch unter anderem die mehr als  1.500 handwerklichen Fleischereien und Bäckereien dazu. Als Markt für die sächsischen Nahrungs- und Genussmittel trete inzwischen auch das asiatische Ausland in Erscheinung. In China, so der Minister, frage eine wachsende Mittelschicht zunehmend europäische Produkte nach – darunter eben auch sächsische. Einen auf einer Chinareise im November entstandenen Kontakt zu einem Lebensmittelimporteur wollte er im Rahmen der Grünen Woche vertiefen.


Aussteller, die für die landwirtschaftliche Urproduktion stehen, gab es in Halle 21b nur wenige zu sehen. Als Unteraussteller der Oberlausitz stellte die Krabat Milchwelt ihren Käse vor. Das Unternehmen Viehweg Spezialitäten aus Großbardau ließ Rindersalami, unter anderem vom japanischen Wagyu-Rind, verkosten. Rund um die Kartoffel ging es beim „Vogtländischen Knollenring“ und bei „Gündels Kartoffelwelt“. Nicht nur etliche alte Kartoffelsorten, die immer wieder zahlreiche Interessierte anziehen, hatte man im Gepäck.

 

Mehr als ein Werbegag


Gemeinsam mit dem Hotel „König Albert“ aus Bad Elster präsentierte man selbstgemachte Kartoffelchips aus Knollen der Sorte „König Albert“. Die leckeren Scheiben sind frittiert und gesalzen, ihr Kennzeichen ist die rötliche Maserung. Diese Chips seien inzwischen mehr als nur ein Werbegag, erzählte Ulrich Gündel. Das Hotel stelle sie her und auch „Gündels Kartoffelwelt“, die sie abgepackt in Tüten über den Onlineshop auch deutschlandweit vertreibt.

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