Getreideernte in Sachsen gestartet

07.07.2014

© Karsten Bär

Mit dem Drusch der Wintergerste begann die diesjährige Getreideernte in Sachsen.

SLB-Präsident Wolfgang Vogel und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer haben die Ernte 2014 im Freistaat Sachsen eröffnet. Auf Flächen der Macherner Landwirtschafts GmbH & Co. KG gaben Vogel und Kupfer den symbolischen Startschuss für den Drusch der Wintergerste. Von Nordsachsen setzt sich die Ernte in den nächsten Wochen sukzessive bis nach Süden hin fort.

Der SLB-Präsident hatte zuvor in einer Pressekonferenz einen Ausblick auf die erwarteten Ernteergebnisse und Marktentwicklungen gegeben. Er rechne mit durchschnittlichen Erträgen, die regional jedoch differenziert ausfallen können. „Spitzenerträge werden es nicht sein, dazu waren die Bedingungen im zeitigen Frühjahr einfach zu ungünstig“, so Vogel. Ein extrem milder und niederschlagsarmer Winter sowie ein zeitig einsetzendes und zugleich sehr trockenes Frühjahr hätten zu Problemen in der Bestandsentwicklung geführt. Erst im Mai kamen die notwendigen Niederschläge, die das Pflanzenwachstum und die Kornausbildung beförderten. Trotz eines zwischenzeitlichen Vegetationsvorlaufs von rund vier Wochen beginne der Drusch der Wintergerste nun zum üblichen Zeitpunkt. „Raps und Weizen werden wir wohl zwei Wochen früher ernten, als wir es uns gewünscht hätten“, erklärte der Präsident.

Unter Druck geraten sind in den letzten Wochen vor dem Erntebeginn die Preise für Getreide und Raps. „Wir haben ein Preisniveau erreicht, das gerade noch auskömmlich ist“, betonte Vogel. In diesem Zusammenhang verwies er auf Meldungen über erwartete große Erntemengen, die zur Begründung niedriger Erzeugerpreise herangezogen werden. „Das erleben wir jedes Jahr“, sagte er. Könne man in Sachsen von einer guten Wintergerstenernte ausgehen, glaube er, dass Weizen und andere Kulturen ertragsmäßig nicht über dem langjährigen Mittel liegen werden. Verlässliche Aussagen über die Getreidequalitäten seien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

„Noch ist die Ernte nicht in der Scheune“, betonte Vogel. „Denn dass erst am Ende abgerechnet werden kann, hat sich in den letzten Jahren immer wieder gezeigt“. Deshalb wünschen sich die Landwirte in den kommenden Wochen trockene und warme Tage, damit die Abreife des Kornes und die Ernte erfolgen können.

Agrarminister Kupfer gab im Anschluss einen Überblick über die in Sachsen vorgesehene Förderung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums in der neuen Strukturförderperiode der EU. Diese beinhaltet sowohl 202 Mio. Euro für die Investitionsförderung in der Landwirtschaft, als auch 338 Mio. Euro für die klima- und umweltgerechte Bewirtschaftung der Kulturlandschaft. Der größte Anteil an der Fördersumme ist für die Entwicklung des ländlichen Raums innerhalb der sächsischen Leader-Regionen vorgesehen. Kupfer wiederholte in diesem Zusammenhang seine Aufforderung an die Landwirte, sich in die lokalen Aktionsgruppen der Leader-Regionen einzubringen und über die Verwendung der Fördermittel mitzubestimmen.

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