Geschafft!

30.07.2015

© Constanze Lenk

Den besten Absolventen gratulierten Schulleiter Gerd Alscher und Milchkönigin Stephanie I.: Kathleen Neubert, Jennifer Hänsch, Doreen Alletter, Patrick Stirl, Anne Schielke und Julia Junghans.

Eine Etappe des Lebensweges haben sie geschafft, doch weitere werden folgen. „Auch das Lernen wird Sie künftig nicht verlassen, eine kontinuierliche Weiterbildung wird Sie lebenslang begleiten“, sagte Gerd Alscher, Leiter des Fachschulzentrums Freiberg-Zug, anlässlich der feierlichen Zeugnisübergabe,  an die 37 Absolventen der Einrichtung gerichtet. Die Absolventen gehörten einem „durchschnittlich gutem Jahrgang“ an, so der Schulleiter, der zugleich deutlich machte, dass er sich bei manchen Teilnehmern auch etwas mehr Anstrengung gewünscht hätte.


Gemeinsam mit der Sächsischen Milchkönigin Stephanie I. übergab  Alscher  die Zeugnisse und ehrte die besten sechs Fachschüler des Jahrgangs. Die besten vier – Kathleen Neubert, Jennifer Hänsch, Doreen Alletter und Patrick Stirl – konnten darüber hinaus für ihre guten Leistungen eine Anerkennung des Bauernverbandes entgegennehmen. Ein ganz besonderer Dank des Schulleiters ging an diesem Tag an Erik Sang und Daniel Wilhelm. Die beiden jungen Männer hatten sich in ihrer Freizeit intensiv um die Pflege der Lehrfelder an der Einrichtung gekümmert. „So standen uns immer sehr ordentliche Anschauungsobjekte zu Verfügung“, lobte Alscher den freiwilligen Einsatz.


Freuen kann er sich auch darüber, dass bereits über drei Viertel der Absolventen einen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche haben, in ihren ehemaligen Lehrbetrieb zurückgehen oder noch eine Weiterbildung anstreben. Die frischgebackenen Techniker für Landbau sowie Umwelt und Landschaft sind künftig als Leiter für Pflanzenproduktion, als Herdenmanager, im Vertrieb für Landtechnik oder Futtermittel, als Leiter für Biogasanlagen oder als Lehrausbilder in den Unternehmen tätig. „Unsere Absolventen sind in den Betrieben immer gefragt. Die breite Ausbildung in Theorie und Praxis lässt auch viele Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Unternehmen zu“, weiß Gerd Alscher.


Für die Freiberger Fachschüler standen die regelmäßige Teilnahme an Feldtagen, die Organisation von Berufsinformationstagen und die Werbung für die Grünen Berufe sowie ein Projekt, das sich mit der Planung eines Stallbaus befasste, auf dem Programm. In den ­abschließenden Facharbeiten hieß es dann, Theorie und Praxis zu verknüpfen. Neben der Fachrichtung Techniker für Landbau – angeboten als Vollzeit über zwei Jahre oder als Wintermodell über drei Jahre - ist er besonders stolz auf den einjährigen Weiterbildungslehrgang Techniker für Umwelt und Landschaft. „Diese Form der Ausbildung an unserer Fachschule ist in Deutschland einmalig. Die Umwelttechniker haben einen straffen Stundenplan. Die Theorie in Umweltrecht, Raumordnungsplanungen, Abfall- und Wasserwirtschaft, Erneuerbaren Energien, Verwaltungsrecht, Rekultivierung wird dabei durch verschiedene Praxismodule ergänzt. Ein großer Motorsägenlehrgang gehört ebenso dazu wie ein Baumpflegeseminar zur Vorbereitung auf das Zertifikat zum Baumsachverständigen. Die Schüler in diesem Kurs sind alle sehr motiviert und nehmen die Angebote sehr gern an“,  so Alscher.


In diesem Jahr konnte er sechs Umwelttechniker verabschieden. Darunter auch die Jahrgangsbeste der Grünen Berufe an der Fachschule. Jennifer Hänsch aus Waldhufen-Nieder-seifersdorf (Oberlausitz) hat nach ihrer Lehre zur Landwirtin in Freiberg-Zug ihren Techniker für Landbau und gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben. „Da mich die Umwelt schon immer interessiert hat und ich mich noch einmal weiterbilden wollte, bot sich im ­Anschluss gleich der Umweltkurs an. Es hat sich für mich gelohnt“, so Jennifer Hänsch. Die 24-Jährige verlässt die Freiberger ­Einrichtung mit einem Notendurchschnitt von 1,57 und möchte künftig, wenn möglich, im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sein.


Für das neue Schuljahr liegen bereits zehn  Anmeldungen für die Umwelttechniker-Klasse vor. Außerdem wird es eine große Klasse „Techniker Landbau“ im  Wintermodell geben und erstmals seit Jahren wieder eine Klasse „Betriebswirt für Agrarwirtschaft“ in zwei Jahren Vollzeit.


www.fsz-fg-zug.de

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